Aachen/Köln: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hypo Leasing

Aachen/Köln: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hypo Leasing

Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Maastrichter Finanzdienstleister Hypo Leasing B. V. und dessen deutschen Gesellschafter Ralf J. eingeleitet.

Das bestätigte am Montag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber unserer Zeitung. Genaue Angaben machte er nicht. Man sei noch am Anfang der Ermittlungen, hieß es.

Die Hypo Leasing wird verdächtigt, beim Abschluss von Kreditverträgen von ihren Kunden zum Teil sechsstellige Sonderzahlungen verlangt zu haben, ohne dann Darlehen ausgezahlt zu haben. Die Gebühren behielt sie ein. Laut Rechtsanwältin Anneke Hoogveld, die mehrere deutsche Kunden des Dienstleisters vertritt, ist kein einziger Vertrag eingehalten worden. Drei Gläubiger der Hypo Leasing, darunter ein Kölner Projektbüro, hatten vor dem Landgericht Maastricht bereits ein Insolvenzverfahren gegen das Maastrichter Unternehmen erwirken können. Nach niederländischem Recht ist das möglich.

Laut Ralf J., der wegen Betrugs bereits zwei Haftstrafen verbüßt hat, hat das Insolvenzverfahren keine Auswirkungen auf die Darlehen, die mit der Hypo Leasing abgeschlossen wurden, da diese über Objektgesellschaften abgewickelt würden.

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