Aachen: „Spiderman” erbeutet 400.000 Euro

Aachen: „Spiderman” erbeutet 400.000 Euro

„Spiderman” nennen ihn die Aachener schmunzelnd. Der 33-jährige Mann soll laut Anklage bei etwa 45 Wohnungseinbrüchen in zum Teil halsbrecherischen Kletterpartien rund 400.000 Euro erbeutet haben.

Vor dem Aachener Landgericht berichten dieser Tage zahlreiche Opfer über ihr Entsetzen, als sie trotz zentraler Stadt-Wohnlage ausgeraubt wurden - „Spiderman” selbst schweigt. Eine ehemalige Sozialarbeiterin zum Beispiel, die in der Nähe des Holzgrabens mitten in Aachens Innenstadt wohnte.

Sie berichtete am Mittwoch der 4. Großen Strafkammer, aus ihrer Wohnung in einem oberen Stockwerk sei Schmuck gestohlen worden. Die Ironie: Ihre Balkontür war ausgerechnet mit einem Stein aus der Berliner Mauer eingeschlagen worden, den sie nach der Wende aus Berlin mitgenommen und auf ihrem Balkon aufbewahrt hatte.

Oder im Dezember 2007: Damals traf es den Aachener Autohändler D. Ihm waren Schmuck und Bargeld im Wert von 120.000 Euro aus seiner Wohnung im dritten Stock gestohlen worden.

D. beklagte nach dem „Spiderman”-Auftritt das Fehlen brillantenbesetzter Uhren, die ihm von Scheichs überreicht wurden - die Versicherungen zahlten nur einen Bruchteil, hieß es.