Mönchengladbach: Spenden-Aktion für angeblich schwerkranke Tochter: Betrugsverdacht

Mönchengladbach : Spenden-Aktion für angeblich schwerkranke Tochter: Betrugsverdacht

Ein Vater soll eine Krebskrankheit seiner Tochter vorgetäuscht und Spenden für das Mädchen gesammelt haben. Gegen einen 41-Jährigen aus Mönchengladbach werde unter anderem wegen Betrugsverdachts ermittelt, teilte eine Polizeisprecherin am Freitag mit.

Demnach wollte der Mann das Leben seiner angeblich leukämiekranken Tochter mit einer alternativen Heilmethode retten, die aber 15.000 Euro kosten sollte. Tatsächlich lebe die Tochter aber bei der Mutter und sei gar nicht leukämiekrank, sagte die Sprecherin.

Über Zweifel an dem berührenden Spenden-Aufruf, der in den sozialen Medien Wellen geschlagen haben soll, hatte SAT-1 in seiner Sendung „Akte” berichtet. Nach Polizeiangaben kam eine Spendensumme im „unteren fünfstelligen Bereich” zusammen. Nach mehreren Anzeigen werde ermittelt, auch wegen Verdachts der Urkundenfälschung, hieß es.

Zum Ergebnis einer Wohnungsdurchsuchung machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die „Rheinische Post” hatte über den Fall berichtet.

(dpa)
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