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Im Landtag: SPD kritisiert zu viele unbesetzte Stellen im öffentlichen Dienst

Im Landtag : SPD kritisiert zu viele unbesetzte Stellen im öffentlichen Dienst

Viele Stellen des Landes NRW sind unbesetzt, kritisiert die Opposition im Landtag. Besonders Schulen sind betroffen. Der Vorwurf lautet: Sparpolitik auf Kosten der Schüler.

Die Landesregierung muss ihre Personalpolitik am Dienstag gegen Kritik aus der Opposition im Düsseldorfer Landtag verteidigen. Insgesamt seien fast 14 000 Stellen des Landes nicht besetzt - davon allein 6000 an Schulen, kritisierte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Stefan Zimkeit. Das mindere die Zukunftschancen der Schüler und belaste die Lehrer.

Die freien Stellen gehen der SPD zufolge aus einer Übersicht über die Planstellen und die tatsächliche Besetzung hervor, die das NRW-Finanzministerium vorgelegt hat. Das Thema steht am Dienstag auf der Tagesordnung des Personalausschusses des Parlaments.

„Die hohe Zahl unbesetzter Stellen wird beim Land zum Dauerzustand“, bemängelte Zimkeit. Auf diese Weise habe die Landesregierung einen „Sparstrumpf“ angelegt, der im vergangenen Jahr zu einem Haushaltsüberschuss geführt habe.

Das Finanzministerium erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass die Zahl der besetzten Stellen im Schulressort seit Oktober 2017 bis zum Beginn dieses Jahres um 1872 gestiegen sei. Weiter wollte sich das Ministerium nicht zu der Kritik äußern.

(dpa)