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„Bitte auf Wegen bleiben“: Spaziergänger zieht es trotz Corona in die Natur

„Bitte auf Wegen bleiben“ : Spaziergänger zieht es trotz Corona in die Natur

Frühsommerliches Wetter und frisches Grün in Krisenzeiten – kein Wunder, dass sich derzeit viele Spaziergänger in der Natur tummeln. Es sei toll, dass die Menschen sich an Wiesen und Wäldern erfreuen, meint der Nabu. Sie sollten aber die Pfade nicht verlassen.

Angesichts der vielen Spaziergänger in Zeiten der Corona-Kontaktsperre hat der Naturschutzbund Nabu an den Respekt der Menschen vor der Natur appelliert. In den Schutzgebieten sollten Menschen trotz des einzuhaltenden Abstands zu anderen Spaziergängern auf den Wegen bleiben, sagte Nabu-Sprecher Thorsten Wiegers in Düsseldorf.

„Es ist schön, dass man diese Gratisdienstleistung mehr zu schätzen weiß“, sagte er über die Zunahme der Besucher in den Wäldern. Doch sei die Natur wertvoll und die Situation in Naturschutzgebieten sehr sensibel: Unter anderem beginnen Vögel mit der Brut, Blumen blühen, an Gewässern laichen Frösche und Kröten.

Unterdessen sind die ersten Schwalben zurückgekehrt. Unter anderem im Kölner Raum seien die Boten des Sommers gesichtet worden, berichtete der Nabu. Auch Kurzstreckenzieher unter den Vögeln wie der Zilpzalp – der so heißt wie er singt – und die Mönchsgrasmücke seien wieder da. Über die Folgen des vergleichsweise warmen Winters sagte der Nabu-Sprecher: „Es ist alles ganz gut im Rahmen.“ Die kalten Nächte des Frühjahres hätten den durch das milde Winterwetter entstandenen Vorsprung wieder abgeschwächt.

(dpa)