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Fichtenbestand in NRW: Später Borkenkäferflug stimmt Wald-Experten zuversichtlich

Fichtenbestand in NRW : Später Borkenkäferflug stimmt Wald-Experten zuversichtlich

Weil der Borkenkäfer später unterwegs ist als in den Vorjahren, rechnen Experten mit deutlich weniger Schäden an den Fichten in Nordrhein-Westfalens Wäldern.

Wie das Umweltministerium am Mittwoch mitteilte, haben der nasskalte April und der anfänglich kühle Mai den Flug des Borkenkäfers um etwa 14 Tage ausgebremst. Erst seit etwa zwei Wochen finde der Käfer die Bedingungen, die er brauche, um aus seinen Winterquartieren zu fliegen.

Durch den späteren Start sei den Forst-Experten zufolge daher nur mit zwei Generationen und in Folge dessen mit geringeren Schäden zu rechnen als in den beiden vorangegangen Jahren. „Für Prognosen ist es noch zu früh, aber der Wald ist besser ins Jahr gestartet als in den Jahren zuvor. Das stimmt zuversichtlich“, teilte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Mittwoch mit.

Seit 2018 haben Stürme, Dürre und der sich infolgedessen explosionsartig vermehrende Borkenkäfer riesige Waldflächen zerstört. In den vergangenen drei Jahren sind seither allein bei der Fichte 31 Millionen Kubikmeter kaputtes Holz angefallen.

Zur Zeit führen die Förster wieder verstärkt Kontrollgänge in den Fichtenbeständen durch, um bei Borkenkäferbefall schnellstmöglich zu handeln. Ziel sei es, befallene Bäume zu fällen und unmittelbar aus dem Wald zu transportieren. Wo Flächen wieder aufgeforstet werden sollen, fördert das Land den Bau eines möglichst widerstandsfähigen Laubmischwalds.

(dpa)