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„Ekliger Tag“: Sonntag Dauerregen und Wind, Rosenmontag ruhiger

„Ekliger Tag“ : Sonntag Dauerregen und Wind, Rosenmontag ruhiger

Der Karneval lässt sich stürmisch an: Die Polizei in den Hochburgen hat eine arbeitsreiche Weiberfastnacht hinter sich. Und jetzt müssen sich die Narren auf Sturm und Regen einstellen.

Die Karnevalisten in NRW müssen am Wochenende mit Sturm und Dauerregen rechnen. „Das wird ein ganz ekliger Tag für den Straßenkarneval“, warnte am Freitag Meteorologe Bernd Hussing vom Deutschen Wetterdienst in Essen mit Blick auf den Sonntag. Rosenmontag werde es dann besser: „Es gibt niederschlagsfreie Abschnitte, aber auch gelegentlich etwas Regen. Wenn man Glück hat, bleibt es auch trocken.“ Windböen kommen dazu - mit Stärke 6 aber meist nicht mehr so stark wie noch am Sonntag.

Wilhelm Stoffel, Zugleiter der für Sonntag geplanten Schull- un Veedelszöch in Köln, sagte, er erwarte im Moment keine größeren Einschränkungen. Genaueres werde man aber erst am Samstagnachmittag wissen. In den Schull- un Veedelszöch laufen 8000 Teilnehmer mit, vor allem Schüler. Dazu werden viele tausend Besucher erwartet.

Die Polizei hatte an Weiberfastnacht in den Karnevalshochburgen gut zu tun. Es sei „alles andere als ruhig“ gewesen, teilte die Polizei in Düsseldorf mit. In der Altstadt, die trotz Sturms und Regen sehr gut besucht gewesen sei, seien 48 Körperverletzungen registriert worden - nach 37 im Vorjahr. Die Zahl der karnevalsbedingten Polizeieinsätze stieg leicht auf 222. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt.

Das Feiern in der Karnevalshochburg Köln wurde von dem Tod einer jungen Frau überschattet. Die 29-Jährige stürzte am Donnerstagabend am Bahnhof Köln-Ehrenfeld ins Gleis und wurde von einem Zug überrollt. Nach Zeugenaussagen war sie gestolpert. Im Gleisbett seien Kostümreste gefunden worden, die ihr wohl zugeordnet werden müssten, sagte ein Polizeisprecher.

Insgesamt war die Polizei in Köln mit mehr als 1000 Kräften im Einsatz. Die Polizisten schrieben 330 Strafanzeigen, 121 davon wegen Körperverletzungen. Das waren allerdings weniger Anzeigen als die 528 im vergangenen Jahr. Schwere Verletzungen erlitten ein weiblicher Fahrgast (31) und eine Polizistin (27), als am späten Donnerstagabend ein wendender Taxifahrer mit einem Polizeiauto kollidierte. Die Polizeibeamten waren auf dem Weg zu einer körperlichen Auseinandersetzung in der Kölner Altstadt gewesen.

(dpa)