1. Region

Was Reisende in Europa beachten müssen: Sommerurlaub trotz Corona

Was Reisende in Europa beachten müssen : Sommerurlaub trotz Corona

Die Ansteckungszahlen sind in Deutschland so hoch wie seit Langem nicht mehr, auch andernorts werden mehr Infizierte registriert. Verschiedene Länder verschärfen ihre Maßnahmen. Was bei einem Urlaub in Europa zu beachten ist.

Für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten gibt es in Deutschland eine Testpflicht. Bei Urlaub in den meisten europäischen Ländern bleibt einem das erspart. Doch auch in Europa wurden zuletzt vielerorts die Maßnahmen verschärft. Ein Überblick: Wo gilt Maskenpflicht? Muss ich nach der Einreise in Quarantäne? Und was muss man am Strand beachten?

BELGIEN - TEILWEISE REISEWARNUNG: Touristen aus Deutschland können einreisen. Einige deutsche Regionen - darunter Hamburg, Niederbayern und Düsseldorf - stuft das belgische Außenministerium jedoch als orangene Zonen ein. Einreisenden aus diesen Gebieten wird eine 14-tägige häusliche Quarantäne und ein Test empfohlen. Am Flughafen der Hauptstadt Brüssel wird mit Wärmekameras die Temperatur aller Passagiere gemessen. Bei mehr als 38 Grad könnte die Einreise verweigert werden. Wegen steigender Corona-Fallzahlen hat Belgien die Beschränkungen wieder verschärft. Auf öffentlichen Plätzen mit viel Publikum sowie in Bussen und Bahnen, Museen und Geschäften gilt eine Maskenpflicht. Gäste in Kneipen und Restaurants müssen Kontaktdaten hinterlassen. Vor allem in Brüssel und der Provinz Antwerpen hat sich die Situation verschlechtert. Das Auswärtige Amt rät deshalb bereits seit dem 5. August von touristischen Reisen nach Antwerpen und seit Freitag auch nach Brüssel ab. Wer von dort nach Deutschland zurückreist, muss sich testen lassen. An der Nordseeküste müssen sich Urlauber und Einheimische für Strandbesuche teils vorher anmelden.

BULGARIEN - TEILWEISE REISEWARNUNG: Für Feriengäste aus allen EU-Staaten gibt es seit Mitte Juli keine Quarantänepflicht. Reisende aus Schweden und Portugal müssen allerdings einen negativen Test vorweisen. Das Auswärtige Amt warnt aber wegen der Corona-Zahlen vor touristischen Reisen in einige Regionen Bulgariens, darunter die Touristenhochburg Warna mit dem bei deutschen Party-Touristen beliebten Urlaubsort Goldstrand. Daneben sind Blagoewgrad und Dobritsch betroffen. Viele große Hotels in den Badeorten am Schwarzen Meer sind ohnehin noch geschlossen, weil es ungewiss ist, mit wie vielen Gästen sie rechnen können. Die bereits geöffneten Hotels haben sich auf Schutzmaßnahmen eingestellt - wie größere Distanz zwischen Tischen und Stühlen. Wegen schnell steigender Fallzahlen sind Mund-Nasen-Masken in gemeinschaftlich genutzten geschlossenen Räumen wieder Pflicht - etwa in Supermärkten, Apotheken, Behörden und Kirchen. Nachtlokale dürfen auch die Innenbereiche öffnen, allerdings auch dort bei einer Platzbesetzung von einem Gast pro Quadratmeter.

DÄNEMARK: Auch wenn die Dänen neue Reisebeschränkungen für bestimmte europäische Länder wie Belgien und Spanien eingeführt haben, können deutsche Urlauber beim nördlichsten Nachbarn einreisen. Die Bedingung, dass sechs Übernachtungen im Land gebucht sein mussten, wurde mittlerweile abgeschafft - das dürfte vor allem Städtetouristen freuen, die jetzt auch für ein Wochenende nach Kopenhagen reisen können. Die Zahl der Neuinfektionen in Dänemark ist seit längerem gering, hat zuletzt aufgrund einzelner Ausbrüche etwa in der zweitgrößten Stadt Aarhus aber wieder zugenommen. Restaurants, Cafés und Geschäfte sind landesweit offen. Seit kurzem muss man in öffentlichen Verkehrsmitteln in Dänemark einen Mundschutz tragen.

FINNLAND: Finnland hat europaweit eine der niedrigsten Zahlen an Neuinfektionen. Wegen steigender Infektionszahlen in vielen anderen Ländern haben die Finnen für Deutschland, Dänemark und einige weitere europäische Länder wieder Reisebeschränkungen eingeführt. Das bedeutet, dass Finnland für diese Länder wieder Grenzkontrollen einführt und Reisende aus diesen Staaten aufgerufen werden, für 14 Tage in Quarantäne zu gehen und Kontakte mit anderen Menschen zu vermeiden. Dem Auswärtigen Amt zufolge gestatten die finnischen Behörden nicht notwendige, touristische Reisen nach Finnland von nun an nicht mehr. Vor dem Hintergrund rät nun auch das deutsche Ministerium von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Finnland ab.

FRANKREICH - TEILWEISE REISEWARNUNG: Wegen gestiegener Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Auswärtige Amt für zwei Gebiete in Frankreich eine Reisewarnung ausgesprochen: Die Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie die Region Provence-Alpes-Côte d‘Azur.

Touristen aus Deutschland brauchen für eine Einreise keine speziellen Unterlagen, auch eine Quarantäne ist nicht notwendig. Da die Zahl der Neuinfektionen zuletzt gestiegen ist, gilt in vielen Städten des Landes - darunter auch Paris - an einigen Orten unter freiem Himmel Maskenpflicht. In Toulouse muss im gesamten Stadtgebiet im Freien eine Maske getragen werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften ist die Maske landesweit Pflicht. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm oder den Louvre in Paris sind begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen meistens vorab online reservieren oder kaufen.

GRIECHENLAND: Die Einreise aus den meisten EU-Staaten ist erlaubt. Die griechische Regierung hat nach gestiegenen Infektionszahlen aber umfangreiche Einschränkungen für zahlreiche Urlaubsgegenden sowie Städte angeordnet, zuletzt waren die Halbinsel Chalkidiki und die Jetset-Insel Mykonos darunter. Dort sind Feiern, Partys, religiöse Feierlichkeiten und Wochenmärkte zunächst bis zum 31. August untersagt. Zudem sind Versammlungen von mehr als neun Personen verboten. Alle Bars und Tavernen müssen um 24.00 Uhr schließen. Reisende nach Griechenland müssen sich mindestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich aufhalten werden. Es gilt eine Maskenpflicht für alle geschlossenen Einrichtungen. An den Stränden müssen die Sonnenschirme mindestens vier Meter voneinander stehen. Masken müssen auf Fähren immer getragen werden - auch auf den offenen Decks. Griechenland weist gemessen an seinen 10,5 Millionen Einwohnern eine geringe Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus auf. Die Zahl der Infizierten ist zuletzt jedoch schlagartig gestiegen.

GROSSBRITANNIEN: Reisende aus Deutschland und mehreren Dutzend anderen Staaten und Territorien können wieder ohne Einschränkungen nach Großbritannien kommen. Eine Liste mit solchen „Reisekorridoren“ wird ständig aktualisiert. Jeder Einreisende muss ein umfangreiches Online-Formular unter anderem mit seinen Kontaktdaten vorlegen. Ob Auswahl der Reisekorridore oder Maskenpflicht: In Großbritannien bestimmt jeder Landesteil über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Großbritannien ist mit Blick auf die Todeszahlen der am schlimmsten von der Pandemie betroffene Staat in Europa. Es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet. In mehreren Gebieten ist die Zahl der Neuinfektionen wieder in die Höhe geschnellt, etwa im Norden Englands. Daher gibt es lokal begrenzte Kontaktbeschränkungen.

IRLAND: Reisende aus Deutschland sollen nach ihrer Ankunft in Irland weiterhin zwei Wochen in Isolation gehen. Nur eine geringe Zahl von Ländern auf einer „grünen Liste“ ist von dieser Regelung ausgenommen. Bei der Einreise müssen zudem Kontaktdaten hinterlassen werden. An vielen Orten treten seit einigen Wochen wieder vermehrt neue Coronavirus-Infektionen auf; es muss daher mit kurzfristig verhängten regionalen Einschränkungen gerechnet werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und Geschäften ist das Tragen von Masken vorgeschrieben. Spontan ein Guinness in uriger Atmosphäre zu trinken, ist nur schwer möglich: Hotelbars und viele Pubs sind geschlossen.

ISLAND: Die stark vom Tourismus abhängige Nordatlantik-Insel führte Mitte Juni die Möglichkeit ein, sich direkt bei der Einreise auf Corona testen zu lassen und somit einer 14-tägigen Quarantäne nach der Ankunft zu entgehen. Für deutsche Island-Abenteurer fiel diese Maßgabe weg, weshalb sie sich auch ohne Test auf die Suche nach Gletschern und Geysiren machen konnten. Angesichts der international wie auch auf Island wieder steigenden Zahlen gibt es nun eine grundlegende Änderung: Jeder Reisende muss sich mittlerweile bei Ankunft auf Corona testen lassen, ein zweiter Test steht dann fünf bis sechs Tage später an. In der Zwischenzeit muss man sich in Quarantäne begeben. Wer dieses Prozedere nicht mitmachen will, der muss sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Das Auswärtige Amt rät derzeit wegen der Regelungen von touristischen Reisen nach Island ab.

ITALIEN: Die meisten Urlauber aus der EU und dem Schengenraum dürfen seit Juni ohne Beschränkungen einreisen. Für Ankünfte aus Bulgarien und Rumänien verhängte Rom wieder eine zweiwöchige Quarantänepflicht - sie gilt auch für Besucher aus Nicht-EU-Ländern. Die Infektionszahlen stiegen zuletzt, lagen aber unter den Werten in Deutschland. In Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen gilt bis in den September Maskenpflicht. Auch auf Plätzen und vor Lokalen, wo häufig Menschen zusammen stehen, muss von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens ein Atemschutz getragen werden. Alle Discos - auch im Freien - sind dicht. Größere Ansammlungen sind verboten, auf der Piazza greift die Polizei häufig ein. An Stränden sollen Distanzregeln eingehalten werden. In den Bars und Restaurants haben viele Wirte ihre Tische fast komplett nach draußen gestellt.

KROATIEN - TEILWEISE REISEWARNUNG: Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Auswärtige Amt für zwei südliche Verwaltungsbezirke in Kroatien, die sogenannten Gespanschaften Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien eine Reisewarnung ausgesprochen. Deutsche und Bürger aus anderen EU-Staaten dürfen ohne Nachweis bestimmter Gründe einreisen. Die Reisenden müssen an der Grenze nur erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht.

LUXEMBURG: Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für Luxemburg wegen der Corona-Pandemie aufgehoben. An den Grenzen zum Großherzogtum gibt es keine Kontrollen und keine Einreisebeschränkungen. Maskenpflicht gibt es unter anderem im öffentlichen Nahverkehr. In Geschäften und öffentlichen Einrichtungen muss zudem ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. In manchen Bereichen gelten unter Umständen noch strengere Bestimmungen.

MALTA: Nach Malta dürfen Bürger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Ländern Europas, die als „sicher“ eingestuft sind, in der Regel ohne Beschränkungen einreisen. Allerdings dürfen sie in den vergangenen 14 Tagen nicht außerhalb der „sicheren“ Länder gewesen sein. Die Regierung aktualisiert eine entsprechende Liste je nach Lage. Nach Angaben des Auswärtigen Amts messen die Malteser bei der Ankunft die Körpertemperatur. Liegt sie bei 37,2 Grad Celsius oder höher, wird ebenfalls ein Corona-Test durchgeführt. Bars und Tanzlokale sind dicht. Es dürfen sich höchstens 15 Menschen treffen.

NIEDERLANDE: Für Deutsche ist der Holland-Urlaub weiter möglich. Die Hauptstadt Amsterdam hat Touristen aufgerufen, auf Besuche am Wochenende zu verzichten - aus Sorge vor einer zweiten Corona-Welle. Tagesgäste sollten ihren Besuch lieber auf Montag bis Donnerstag verschieben. Von den schnell zunehmenden Neu-Infektionen sind besonders Amsterdam und Rotterdam betroffen. Dort gelten dann auch die strengsten Regeln. An belebten Plätzen, Geschäften in der City und dem Rotlichtviertel muss Gesichtsmaske getragen werden. Premier Mark Rutte ermahnte Touristen dringend, Gedränge in Amsterdam zu meiden. Der Zustrom von Touristen hat so zugenommen, dass der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Dieser ist Pflicht, auch in Geschäften und an Stränden. Ein Platz in Kneipen und Restaurants muss reserviert werden, Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht. Touristen sollen aber Bus, Bahn oder Metro möglichst nicht zu Stoßzeiten nutzen.

NORWEGEN: Deutsche Urlauber dürfen in Norwegen wieder quarantänefrei einreisen, auch wenn die Skandinavier für eine ganze Reihe von Staaten wieder Reisebeschränkungen erhoben haben. Für Kreuzfahrten gelten von diesem Dienstag (25.8.) an neue Beschränkungen: Entlang der norwegischen Küste dürfen Schiffe dann mit bis zu 50-prozentiger Passagierauslastung fahren, die Maximalzahl an Personen an Bord liegt dabei bei 200. Anders als in den vergangenen drei Wochen dürfen die Passagiere auch wieder an Land gehen. Diese Regelungen gelten vorerst bis zum 1. November.

ÖSTERREICH: Die Einreise aus Deutschland ist problemlos möglich - sofern man sich in den zehn Tagen davor nicht in einem der rund 30 ausgewiesenen Corona-Risikogebiete aufhielt. Reisende aus diesen Gebieten müssen einen negativen PCR-Test nachweisen oder in der Quarantäne nachholen, sofern sie nicht nur ohne Zwischenstopp durch Österreich durchfahren wollen. Kontrollen gibt es an den Grenzen zu Slowenien, Ungarn und Italien. Die Infektionszahlen in Österreich sind zuletzt wieder angestiegen, vor allem in Wien. Andere Bundesländer sind dagegen deutlich weniger betroffen. Eine Maskenpflicht gilt etwa in Supermärkten, Apotheken und in allen öffentlichen Verkehrsmitteln.

POLEN: Das Land hat seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern geöffnet. Einreisende EU-Ausländer und Polen müssen nicht in Quarantäne. Hotels, Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés sind geöffnet. Das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios sind in den meisten Regionen in Betrieb. Angesichts eines wieder wachsenden Infektionsgeschehens, besonders im Süden und Südosten des Landes, können Fitnessstudios allerdings regional geschlossen werden, wenn das Gesundheitsamt dies empfiehlt. In Polen gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen. Die Zugverbindungen zwischen Deutschland und Polen laufen planmäßig. Seit einigen Wochen fliegt die polnische Fluglinie Lot wieder Ziele im Ausland an, darunter auch Hamburg, Frankfurt und Berlin.

PORTUGAL: Für Deutsche gibt es keine Einreisebeschränkungen. Besucher müssen aber Angaben unter anderem zum Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts im Land machen. Zudem wird die Körpertemperatur gemessen. Portugal galt lange Zeit als eines der Länder Europas, die vergleichsweise gut und mit geringen Ansteckungs- sowie Opferzahlen durch die Krise gekommen waren. Seit einigen Wochen wird aber eine Zunahme der Neuinfektionen vor allem im Großraum Lissabon verzeichnet, wenn sich die Lage dort zuletzt auch wieder leicht entspannt hat und der Lockdown in mehreren - von Touristen weniger besuchten - Vororten der Hauptstadt aufgehoben wurde. Es besteht keine generelle Maskenpflicht auch im Freien, aber immer mehr Städte und Regionen wie etwa Madeira haben das regional angeordnet.

RUMÄNIEN - TEILWEISE REISEWARNUNG: EU-Bürger dürfen frei nach Rumänien einreisen, obwohl dort die Corona-Infektionsdynamik zu den höchsten innerhalb der Gemeinschaft gehört. Rückkehrer aus rumänischen Risiko-Gebieten sind in Deutschland zu einem Corona-Test und gegebenenfalls zu Quarantäne verpflichtet. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Hauptstadt Bukarest, in das bei Touristen beliebte siebenbürgische Brasov (Kronstadt) sowie in 14 weitere von insgesamt 41 Verwaltungsbezirken Rumäniens. Nicht zu den Risiko-Zonen gehören bislang die Schwarzmeer-Strände. Jedoch können jederzeit einzelne Ortschaften kurzfristig zum Infektionsherd erklärt und gesperrt werden. Eine prinzipielle Quarantänepflicht für Einreisende gibt es nicht. In geschlossenen öffentlichen Räumen gilt Maskenpflicht - in manchen Orten auch im Freien - sowie Distanzpflicht in der Gastronomie, an den Stränden und bei Veranstaltungen im Freien.

SCHWEDEN: Die Schweden haben ihre lange Zeit verhältnismäßig hohen Todes- und Infektionszahlen mittlerweile einigermaßen in den Griff bekommen. Trotzdem ist die Zahl der Neuinfektionen immer noch höher als in Deutschland. Dies sorgt unter anderem dafür, dass sie innerhalb Skandinaviens und Europas nicht so freizügig reisen können wie manch andere. Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger dagegen offen - die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen.