Aachen: So viele Studenten gab‘s in Aachen noch nie

Aachen: So viele Studenten gab‘s in Aachen noch nie

Das erste Mal in der Geschichte der RWTH Aachen zählt die Hochschule mehr als 41.000 Studenten. Und mit denen, die sich auf den letzten Drücker zum Wintersemester einschreiben, werden es wohl bald schon rund 42.000 sein.

Damit hat sich die Studentenzahl in den letzten sechs Jahren um rund 10.000 erhöht. Und auch die FH Aachen meldet einen neuen Rekord. Angesichts von 2999 Erstsemestern (auch das ist eine vorläufige Zahl) kann die Fachhochschule nun 12.570 Studenten vorweisen. Auch das ist ein nie dagewesener Höchstwert.

Der Ansturm an den Hochschulen kommt nicht unerwartet. Tatsächlich profitieren Hochschulen überall im Land davon, dass sich der doppelte Abiturjahrgang, der im Sommer 2013 die Schule abschloss, auf das vergangene wie das nun startende Wintersemester verteilt hat — weil unerwartet viele Abiturienten erstmal Erfahrungen (und Spaß) im Ausland gesucht oder Praktika dem sofortigen Weiterlernen vorgezogen haben.

Und Aachen profitiert mehr noch als andere Hochschulstädte. Es deutet sich an, dass die RWTH andere beliebte Hochschulen wie Köln und Düsseldorf im neuen Wintersemester, das an der TH am Montag begonnen hat, in Sachen Zuspruch hinter sich gelassen hat. So wurden (Stand 1. Oktober) 7427 Neueinschreibungen gezählt, darunter etwas mehr als 7000 Erstsemester.

Eine Zahl, die zwangsläufig eine logistische Herausforderung darstellt, denn die RWTH platzt aus den sprichwörtlichen Nähten, weil das große Hörsaalzentrum auf sich warten lässt. Versprochen für den Studienstart des doppelten Abiturjahrgangs im Wintersemester 2013 wird es nun wohl erst fertig, wenn genau diese jungen Menschen ihren Abschluss in der Tasche haben.

Dennoch: Die TH-Verantwortlichen sehen dem neuerlichen Ansturm gelassen entgegen. „Die Vorarbeit war optimal. Wir nutzen alle Ressourcen, die wir haben“, versichert Aloys Krieg, Prorektor für Lehre. Letzteres meint unter anderem, dass in temporären Hörsälen unterrichtet wird und der Vorlesungsbetrieb von morgens 8 Uhr bis abends 8 Uhr laufen muss. Anders geht es nicht.

An der FH Aachen ist Rektor Marcus Baumann begeistert ob des Rekordes. „Wir freuen uns über jede Studentin und jeden Studenten an der FH Aachen. Die FH Aachen ist mit ihren Standorten in Aachen und Jülich eine attraktive Hochschule.“ Organisatorisch muss auch die FH an ihre Grenzen gehen. „Es wird eng werden, aber wir sind, dank der Unterstützung durch das Wissenschaftsministeriums, bestens vorbereitet — auch wenn die Situation mit unserem Neubau Kompetenzzentrum Mobilität immer noch nicht geklärt ist“, erklärt Baumann. Und RWTH-Prorektor Krieg sagt: „Dieser Rekord ist eine Bestätigung unserer Arbeit hier.“

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