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Sieben-Tage-Inzidenz: NRW weit von 50er-Marke entfernt

Sieben-Tage-Inzidenz : Infektionskennziffer in NRW weit von 50er-Marke entfernt

Nordrhein-Westfalen liegt bei der wichtigen Kennziffer der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen weiter über dem Bundesdurchschnitt und weit von der Zielmarke 50 entfernt.

Nach den am Dienstag veröffentlichten Daten des Robert Koch-Instituts beträgt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in NRW aktuell 166. Im bundesweiten Durchschnitt sind es aktuell 141,4 Corona-Fälle je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Den bundesweit höchsten Wert hat Berlin mit 206,4 Corona-Fällen.

Nach Daten des Landeszentrums Gesundheit ist die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW nach aktuellem Stand erstmals seit 2. November unter die Marke von 170 gesunken. In dem längerfristigen Vergleich ist der Wert 166 aber vorläufig.

Die Zahl kann sich durch Nachmeldungen noch erhöhen. Seit dem 2. November gelten neue Einschränkungen gegen die schnelle Ausbreitung des Coronavirus, die Schließungen in der Gastronomie und im Freizeitbereich zur Folge haben.

Die Schwelle von 50 wurde im landesweiten Durchschnitt am 15. Oktober in NRW erreicht und dann überschritten. Der Höchstwert war 177,9 am 4. und am 5. November.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montagabend nach dem Treffen mit den Länderchefs betont, dass der Wert 50 wieder erreicht werden müsse. Er gilt bei der Nachverfolgung von Neuinfektionen als obere Grenze, bei der die kommunalen Gesundheitsämter dies zur schnellen Unterbrechung der Infektionsketten leisten können.

Eine Trendumkehr bei den Neuinfektionen sei noch nicht erreicht worden, sagte Merkel. Es sei aber gelungen, die Dynamik zu brechen. Von der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner sei man jedoch immer noch „ein großes Stück entfernt“, betonte sie.

Auch die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt in NRW auf einem hohen Niveau. Dem Landeszentrum wurden nach den jüngsten Daten von den Gesundheitsämtern 4405 neue Fälle am Montag gemeldet. Darunter sind viele Nachmeldungen. Dem Montag selbst werden davon bisher 3208 Fälle zugeordnet. Aber auch das kann sich durch Nachmeldungen noch ändern.

(dpa)