Kerkrade: Sicherungsverwahrung für Vierfachmörder von Kerkrade

Kerkrade: Sicherungsverwahrung für Vierfachmörder von Kerkrade

Der als Vierfachmörder von Kerkrade bekannt gewordene Paul S. aus Kerkrade wird in eine psychiatrische Anstalt verlegt. Das hat eine niederländische Strafbehörde beschlossen.

S., ein ehemaliger Marineinfanterist und Betreiber eines Waffengeschäfts in Kerkrade, hatte 2003 seine Schwiegereltern, seine Ex-Frau und ihren Bruder erschossen.

In einem Aufsehen erregenden Prozess war der Mann von einem Gericht zu 20 Jahren Gefängnis mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt worden. Sein Motiv ist bis heute ungeklärt.

Im Oktober des vergangenen Jahres hatte seine geplante Verlegung in eine psychiatrische Einrichtung (in denen Straftäter in den Niederlanden die Dauer ihrer Sicherheitsverwahrung verbringen) für Empörung bei den Angehörigen seiner Opfer gesorgt. Paul S. wäre dann schon nach Verbüßung eines Drittels seiner Haftstrafe verlegt worden.

Der damalige Justizstaatssekretär der Niederlande hatte dem einen Riegel vorgeschoben. Der niederländische Rat für Strafsachen hat nun jedoch angeordnet, dass Paul S. sofort verlegt werden muss und damit geltendes niederländisches Recht umgesetzt. Dieses besagt, dass zu Sicherheitsverwahrung verurteilte Täter nach Verbüßung eines Drittels ihrer Haftstrafe in psychiatrische Einrichtungen verlegt werden können.

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