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Zwei Männer festgenommen: SEK-Polizisten stürmen Haus in Hückelhoven

Zwei Männer festgenommen : SEK-Polizisten stürmen Haus in Hückelhoven

Bei einer Hausdurchsuchung in Hückelhoven haben SEK-Beamte und Kräfte der Polizei Heinsberg eine Schusswaffe und Drogen gefunden. Zwei Männer wurden festgenommen.

„Geh vom Fenster weg“, wies die besorgte Anwohnerin der Straße Doverhahn im gleichnamigen Hückelhovener Örtchen ihren Gatten an. Denn der Radau auf der Straße und das große Polizeiaufgebot verhießen nichts Gutes am Mittwoch letzter Woche, um sechs Uhr in der Früh.

Soviel Dramatik hatte das beschauliche Doverhahn in der Tat wohl noch nicht erlebt. Ein Sondereinsatzkommando mit mehreren dunklen Limousinen sei zu erkennen gewesen, berichtet die Frau Tage später gegenüber unserer Zeitung. Von einer Nachbarin habe sie gehört, dass ein Streifenwagen durch das Dorf gefahren und über Lautsprecher die Aufforderung erschallt sei, in den Häusern zu bleiben und den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten. Doch was war der Grund?

„Die Polizei hatte Hinweise erhalten, dass sich in einem Wohnhaus in der Ortschaft Doverhahn Personen befinden, die scharfe Schusswaffen aufbewahren bzw. führen sollen“, erklärt die zuständige Staatsanwältin Simone Braam auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach habe daraufhin einen Durchsuchungsbeschluss für das Gebäude erwirkt.

Scharfe Schusswaffe entdeckt

Am Mittwoch, 20. Mai, drangen schließlich Beamte der Kreispolizeibehörde Heinsberg mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften in das Gebäude ein, um den Durchsuchungsbeschluss zu vollstrecken. In der Tat wurden die Polizisten im Gebäude fündig. Die Beamten entdeckten im Haus eine scharfe Schusswaffe sowie Betäubungsmittel. Beides wurde sichergestellt.

Zwei Personen, die sich im Haus aufhielten, wurden vorläufig festgenommen. Zu einer Gegenwehr kam es offenbar nicht. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 50 und 55 Jahren. Sie wurden einem Richter vorgeführt, der entschied, dass beide in Haft bleiben müssen.

Die Auskunftsbereitschaft von Polizei und Staatsanwaltschaft ist aufgrund der besonderen Umstände des Falles eingeschränkt. Möglicherweise, so war im Umfeld zu erfahren, könne es sich bei dem Einsatz in Doverhahn nur um die Spitze eines Eisbergs gehandelt haben. „Die Ermittlungen in diesem Fall dauern weiter an“, hieß es in der offiziellen Stellungnahme.