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Reihenweise Geldautomaten gesprengt: Sechs Niederländer der „Audi-Bande“ vor Gericht

Reihenweise Geldautomaten gesprengt : Sechs Niederländer der „Audi-Bande“ vor Gericht

Sechs Niederländer stehen von Freitag an in Düsseldorf vor Gericht. Sie sollen der Szene von Gangstern aus Utrecht angehören, die seit Jahren als „Audi-Bande“ reihenweise Geldautomaten in die Luft jagt.

Sechs Niederländer müssen sich von Freitag (24. April) an in Düsseldorf wegen einer Serie von Geldautomatensprengungen vor dem Landgericht verantworten. Die 20 bis 24 Jahre alten Angeklagten kommen aus Utrecht. Laut Anklage waren sie in unterschiedlicher Zusammensetzung an den Explosionen beteiligt.

Zwischen Oktober 2018 und April 2019 sollen sie Geldautomaten in Warendorf, Münster, Ratingen, Erkrath, Köln und Heiligenhaus in die Luft gejagt haben. Obwohl sie in mehreren Fällen scheiterten, erbeuteten sie laut Anklage insgesamt 385.000 Euro. Festgenommen wurden die Angeklagten auf dem Parkplatz am Breitscheider Kreuz in Ratingen.

Das Gericht hat für das Verfahren bis Ende September 39 Verhandlungstage eingeplant. Die Zahl der Geldautomatensprengungen war in diesem Jahr trotz der Festnahmen in NRW wieder deutlich angestiegen.

Die Ermittlungskommission „Heat“ des Landeskriminalamts NRW geht davon aus, dass ein Großteil der Sprengattacken auf das Konto einer mehreren hundert Mann starken Szene aus dem Raum Utrecht und Amsterdam geht. Nach den Explosionen sollen die Gangster mit schnellen Wagen, bevorzugt der Marke „Audi“, in halsbrecherischer Weise weggerast sein.

(dpa)