Aachen: Schwurgericht bestätigt Urteil aus erster Instanz

Aachen: Schwurgericht bestätigt Urteil aus erster Instanz

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aachen hat Donnerstag die Täterschaft des 63-jährigen Viktor K. bestätigt. Demnach hat der Mann aus Kall in der Eifel, den das Gericht 2012 wegen seines starken Alkoholkonsums als nicht schuldfähig in die Psychiatrie überwiesen hatte, tatsächlich am 1. September 2011 seinen 48-jährigen Trinkkumpanen aus nichtigem Anlass mit einem wuchtigen Stich ins Herz getötet.

Nach Auffassung der Kammer ist die Spurenlage eindeutig. Tatwaffe war ein Küchenmesser. Damit ist das Urteil des Aachener Landgerichts von 2012 bestätigt.

Das Verfahren war neu aufgerollt worden, weil der Bundesgerichtshof Zweifel am damaligen Urteil angemeldet hatte. Dafür hatte in erster Linie K.‘s Verteidiger gesorgt, der alle juristischen Kniffe beim Bundesgerichtshof (BGH) ausgeschöpft hatte. Im Schwurgerichtsverfahren trug dieser nun erneut vor, dass möglicherweise jemand seit fast drei Jahren in einer psychiatrischen Anstalt sitze, der dort nicht hingehöre. Auch die Tötung eines Menschen habe der Angeklagte womöglich nicht zu verantworten. Die Lebensgefährtin des Getöteten, die auch zugegen war, habe ebenfalls Gelegenheit zu dem tödlichen Stich gehabt, sogar eine Selbstmordversion war im Gespräch. Das alles half nichts. K. gilt weiter als gefährlich und muss in der Psychiatrie bleiben.

(wos)