Schwere Unwetter in Aachen und NRW am Dienstag möglich

Kräftiger Wind und Starkregen : DWD warnt vor schweren Unwettern am Dienstagabend

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Unwetterwarnung für den späten Dienstagabend herausgegeben. Es bestehe die Gefahr von schweren Gewittern, Bäume könnten entwurzelt werden, Dachziegel und Äste herabstürzen sowe Keller und Straßen überflutet werden.

Von 22 Uhr bis 0 Uhr können kräftige Gewitter aus Richtung Belgien und den Niederlanden den Aachener Raum erreichen. Die Wetterwarnung gilt für die Kreise Heinsberg und Düren, sowie die Städteregion Aachen.

Auch das Münsterland und andere Teile der Eifel können als grenznahe Gebiete von dem Unwetter betroffen sein. In der Nacht zum Donnerstag steige die Unwettergefahr noch deutlich an. Erst am Donnerstag sollen von Westen her kühlere Luftmassen nach Deutschland strömen: „Dann ist die Gewitter-Luft erst mal raus“, so der DWD.

Auch im Rest von Deutschland treten Wetterextreme auf: In Brandenburg brennen weiterhin zwei Waldflächen, zusammen so groß wie der Große Wannsee in Berlin. Nach eigener Einschätzung hat die Feuerwehr die Brände unter Kontrolle. Bei Jüterbog südwestlich von Berlin lodere es auf einer Fläche von 250 Hektar, östlich der Hauptstadt bei Hennickendorf auf etwa 60 Hektar, sagte ein Sprecher am Dienstagmorgen.

Rund 50 Feuerwehrleute bewachten die Brände über Nacht. Das Feuer zu löschen ist laut dem Sprecher nicht möglich, da beide Brandorte ehemalige Truppenübungsplätze sind, auf denen Munition liegt, die explodieren kann. „Auf dem Gelände bei Jüterbog wird schon seit Jahrhunderten geschossen, das ist viel zu gefährlich.“

Nahe der Brandstellen in Brandenburg wurde am Montag die höchste Temperatur ganz Deutschlands gemessen. 35,1 Grad waren es in Niedergörsdorf im Landkreis Teltow-Fläming.

Andere Bundesländer hatten bis in die Nacht zum Dienstag eher mit Gewittern und Regenfällen denn mit Hitze zu kämpfen. Besonders viel regnete es in Hessen und Thüringen. Das Unwetter beeinträchtigte unter anderem zeitweise den Flugverkehr am Frankfurter Flughafen. Mit 46 Litern pro Stunde und Quadratmeter maß der DWD in Hohenstein-Breithardt (Rheingau-Taunus-Kreis) die heftigsten Niederschläge. Platz zwei auf der Regenrangliste belegte am Montag mit 41 Litern die Gemeinde Südeichsfeld im thüringischen Unstrut-Hainich-Kreis.

Auch der Raum Pforzheim in Baden-Württemberg erreichte ähnlich hohe Werte. Hier führten die starken Regenfälle zu mehreren umgestürzten Bäumen, überspülten Straßen und einem Hangrutsch.

(red/dpa)
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