Schweinekopf an Moschee - Veränderter Demo-Zug für rechtes Bündnis

Schweinekopf an Moschee : Veränderter Demo-Zug für rechtes Bündnis

Nach dem Fund eines abgetrennten Schweinekopfes an einer Moschee in Mönchengladbach-Rheydt hat die Polizei den Demonstrationsweg eines rechten Bündnisses geändert.

„Mönchengladbach steht auf“ dürfe bei seiner Demonstration am Sonntag die Moschee nicht unmittelbar passieren, teilte die Polizei am Freitag mit. Untersagt wurde demnach auch das Grillen eines Spanferkels auf dem Marktplatz in Rheydt, was die Polizei als gezielte Provokation wertete. Bei Moslems gilt das Schwein als unrein.

Pyrotechnik darf aufgrund der Auflagen nicht verwendet werden. Nach Informationen von BILD.de wurde die Demonstration vom Mönchengladbacher Stadtrat Dominik Roeseler, Mitbegründer von „Hooligans gegen Salafisten“, angemeldet. Nach Polizeiangaben von Freitag steht nicht fest, ob der abgetrennte Schweinekopf an einem Nebengebäude der Moschee mit den Hintermännern der geplanten Demonstration am Sonntag zu tun hat. Polizeipräsident Mathis Wiesselmann sagte jedoch laut BILD.de: „Wir haben es hier mit einer Versammlung zu tun, in deren zeitlichem Vorfeld eine geschmacklose Tat im Raum steht, die zu einer höheren Emotionalisierung geführt hat.“

Das rechte Bündnis hat 300 Teilnehmer angemeldet, die Gegendemonstration „Mönchengladbach stellt sich quer“ rechnete mit 100 Teilnehmern. Die Polizei wird nach eigenen Angaben mit mehreren Hundertschaften im Einsatz sein.

(dpa)