Schuss vom eigenen Kollegen: Polizist an Verletzungen gestorben

Schwere Verletzung am Hals : Polizist nach Schuss seines Kollegen gestorben

Rund zwei Wochen nach einem Schuss in den Hals aus der Waffe seines Kollegen ist ein 23 Jahre alter Polizist in Bonn an den schweren Verletzungen gestorben.

Die Umstände des Zwischenfalls bei einem Einsatztraining der Beamten seien nach wie vor nicht genau geklärt, teilte die Polizei am Dienstag weiter mit. Direkte Zeugen gebe es nicht, hatte die Staatsanwaltschaft zuletzt erklärt. Gegen den 22 Jahre alten beschuldigten anderen Polizisten war ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Der Vorfall hatte sich Ende November bei einem Einsatztraining im Keller des Bonner Polizeipräsidiums ereignet. Die beiden Polizisten waren auf dem Weg vom Umkleideraum zu einem Schießstand. Dabei hatten sie sowohl ihre Dienstwaffen bei sich als auch baugleiche Attrappen für die Übung. Möglicherweise verwechselte der 22 Jahre alte Polizist die echte Pistole mit einer Attrappe. Sein 23 Jahre alter Kollege wurde angeschossen. Zuletzt lag er im Koma.

Die Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa reagierte bestürzt auf die Nachricht vom Tod des jungen Polizisten. „Wir trauern um einen zuverlässigen und beliebten Kollegen, der am Beginn seines Berufslebens stand. Er war mit Leib und Seele Polizeibeamter, stammt aus einer Polizistenfamilie, sein Vater und seine Schwester gehören der Polizei NRW an“, erklärte sie am Dienstag.

Im Polizeipräsidium sei ein Trauerraum eingerichtet worden. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte: „Die nordrhein-westfälische Polizeifamilie wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

(dpa)
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