Grüne kritisieren: Schulministerin bleibt gerechte Lehrerbesoldung schuldig

Grüne kritisieren : Schulministerin bleibt gerechte Lehrerbesoldung schuldig

Die Ankündigung, für mehr Gerechtigkeit bei der Lehrerbesoldung zu sorgen, wird aus Sicht der Grünen in Nordrhein-Westfalen nicht eingelöst.

Entweder habe Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) „keinen Plan“, kritisierte die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Sigrid Beer, am Donnerstag in Düsseldorf. „Oder sie schafft es nicht, die von ihr versprochene Besoldungsanpassung beim Finanzminister durchzusetzen.“

Bisher werden Lehrer an Grundschulen in NRW nach A12 bezahlt - das sind rund 500 Euro brutto im Monat weniger als bei Stufe A13, die für gymnasiale Oberstufenlehrer gilt. Seit 2009 ist die Ausbildung für angehende Lehrer aller Schulformen aber gleich lang. Inzwischen haben die ersten Grundschullehrer bereits Klagen auf gleiches Gehalt eingereicht.

Beer verwies auf eine noch unveröffentlichte Antwort der Ministerin zu dem Thema, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dort schreibt Gebauer: „Die Landesregierung hat angekündigt, die notwendigen Schritte einzuleiten, um die besoldungsrechtlichen Konsequenzen aus der Reform der Lehrkräfteausbildung zu ziehen. Der Meinungsbildungsprozess innerhalb der Landesregierung ist noch nicht abgeschlossen.“

Beer bezeichnete die Antwort als „Nullnummer“. Die Ministerin stehe bei den Lehrkräften seit Monaten im Wort. „Jetzt muss sie endlich liefern.“

(dpa)
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