Polizist getötet: Schüsse in Spa: Tatverdächtige Niederländer ausgeliefert

Polizist getötet : Schüsse in Spa: Tatverdächtige Niederländer ausgeliefert

Zwei 35 und 38 Jahre alte Männer aus der niederländischen Provinz Limburg sind jetzt der belgischen Justiz überstellt worden. Sie werden verdächtigt, an einer Schießerei in Spa beteiligt gewesen zu sein, bei der Ende August ein 38-jähriger Polizist starb.

Die beiden Männer bestreiten laut Medienberichten, an der Schießerei beteiligt gewesen zu sein. Sie seien nur Zeugen. Die Tatverdächtigen sollen nun ins Gefängnis nach Latin bei Lüttich transportiert werden.

Bei den Niederländern handelt es sich um den Bruder und einen Freund des Hauptverdächtigen Yvo T. aus Schinnen. Der war bei der Schießerei ebenfalls verletzt worden und kurz nach der Tat festgenommen worden. Sein Bruder und sein Freund waren in die Niederlande zurückgefahren, hatten sich dort aber der Polizei gestellt. Die belgische Justiz will wissen, weshalb sie geflüchtet sind und Daten auf ihren Smartphones gelöscht haben.

Das Trio hatte dem Formel-1-Rennen in den Ardennen einen Besuch abgestattet, bei dem der niederländische Fahrer Max Verstappen mitfuhr. In der Nacht sollen sie in ein beliebtes Lokal in Spa nicht eingelassen worden sein, wodurch ein Streit entstand. Der Wirt rief die Polizei. Kurz darauf fielen Schüsse. Der 38-jährige Polizist starb vor Ort, ein Kollege wurde schwer verletzt. Die Taten bewegen die Menschen in Belgien, die belgische Polizeigewerkschaften mahnt bessere Arbeitsbedingungen an.

Bisher ist jedoch der genaue Verlauf der Schießerei nach Darstellung belgischer Medien noch unklar. Keiner der bisher vernommenen Zeugen konnte mit Sicherheit sagen, wer die Schüsse abgegeben hat. Auch die Tatwaffe ist demnach noch nicht gefunden worden. Der Hauptverdächtige erklärte, er könne sich an nichts erinnern. Alle drei Verdächtigen standen unter Alkohol- und Drogeneinfluss.

(hau)
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