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Schülerwettbewerb Netrace: Halbzeitpfiff im Finale

Netzrallye für Schüler : Halbzeitpfiff im Netrace-Finale

Die erste Finalrunde der 13. Internet-Rallye von unserer Zeitung und NetAachen ist überstanden. Wie organisieren sich die erfolgreichen Teams an der Tabellenspitze? Ein Besuch bei einer Gruppe mit Recherchequalitäten.

Dieser Pressebesuch ist nicht nur ein Besuch von der Presse, sondern auch ein Besuch bei der Presse. Wer das Netrace-Team „GymWueTimes“ sprechen will, der findet es in seinem Redaktionsraum im Gymnasium Würselen. Das Team, mit 48 von 50 Punkten eines der besten in der ersten Finalrunde im Online-Schülerwettberb von unserer Zeitung und NetAachen, ist nämlich die Redaktion der Schülerzeitung.

„GymWueTimes“ ist denn auch, man ahnt es, nicht nur der Name des Teams, sondern auch derjenige der Zeitung, die es herausgibt, wenn es nicht gerade Netrace-Aufgaben löst. An der Wand hängt ein Seitenplan der nächsten Ausgabe, mit Interviews, Leitartikel und natürlich einem Netrace-Bericht.

Der dürfte positiv ausfallen, denn die rund ein Dutzend Schüler haben nicht viel falsch gemacht in der ersten der beiden Finalrunden des 13. Netrace. Mit 48 Punkten stehen ihre Aussichten gut, am 25. April mit neun anderen Teams zur Siegesfeier eingeladen zu werden. Die findet statt in der Abenteuerhalle „Die Halle“ in Aachen – es wird definitiv ein Tag mit Unterhaltungswert.

Wie schafft es eine Gruppe, konzentriert an den schwierigen Netrace-Fragen zu arbeiten, die aus verschiedenen Klassen verschiedener Jahrgänge besteht und sich nicht ständig treffen kann? Das Erfolgsrezept der „GymWueTimes“ ist Flexibilität, Strukturierung und konsequentes Nutzen digitaler Technik.
„Die Schüler sind es gewohnt, mit iPads zu arbeiten“, erklärt ihr Lehrer Benedikt Schneider.

Constantin Birken, Chefredakteur der „Times“, hat mit der Textsoftware Pages ein Dokument erstellt und für die anderen Teammitglieder freigegeben. Darin trägt jeder seine gefundenen Lösungen ein; am Ende wird der Text auf der Netrace-Webseite ins Antwortformular eingefügt.

„Wenn fünf Mitglieder da sind, bearbeitet jeder eine Frage“, erklärt der stellvertretende Chefredakteur Lars Holtmanns. „Wenn acht oder mehr da sind, teilen wir uns auf.“

„Eine gute Möglichkeit, Recherchieren zu lernen“: Teammitglied und Schülerzeitungsredakteur Florian Perlitius. Foto: MHA/Marc Heckert

Für die journalistisch interessierten Schüler im Alter zwischen elf und 15 Jahren ist das Lösen der Netrace-Aufgaben ein willkommenes Training. „Ich finde das Netrace-Konzept gut, denn Recherche ist für uns besonders wichtig“, sagt Ipek Tacir. Für sie zählt, „dass man lernt, wie man das Internet geschickt benutzt, tiefer recherchiert und nicht nur bei den ersten Seiten bleibt, die einem auffallen.“

So sieht es auch Mitschüler Florian Perlitius. „Für unsere Zeitung brauchen wir sichere Quellen“, betont er. „Wir machen beim Netrace mit, weil es eine gute Möglichkeit ist, Recherchieren zu lernen – und weil es Spaß macht.“

Diesen Spaß soll es auch reichlich in der letzten Finalrunde ab Dienstag geben. Die Netrace-Organisatoren vom Medienpädagogischen Institut Promedia Maassen aus Alsdorf haben sich wieder echte Herausforderungen einfallen lassen.

Spaß ist auch das Stichwort für „Hannah und die alten Männer“, das Team der Pressestelle des Netrace-Sponsors NetAachen. Es macht außer Konkurrenz mit, aber mit vollem Ehrgeiz. Zum Traumergebnis 50 Punkte fehlte am Ende nur ein einziges Fehlerpünktchen.

Und das, obwohl eigens noch eine weitere Mitstreiterin „aus dem Altersbereich der Digital Natives“ zum Team gestoßen war, wie Team-Namensgeberin Hannah Hoffmann erklärt. Doch ein Flüchtigkeitsfehler eben der jüngsten Teammitglieder sorgte für den Punktverlust. „Ob sich daraus etwas über die Konzentrationsfähigkeit der jüngeren Generation sagen lässt“, sagt Hannah Hoffmann mit einem Schmunzeln, „das lassen wir mal dahingestellt.“

Alle Informationen zum Netrace auf www.az-an-netrace.de.