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Im NRW-Register: Schon über 11.000 Freiwillige für Corona-Notfälle

Im NRW-Register : Schon über 11.000 Freiwillige für Corona-Notfälle

Die Corona-Pandemie bringt viele Gesundheitsämter an ihre Grenzen. Im Sommer hat NRW ein Register für freiwillige Helfer aufgesetzt. Inzwischen haben sich schon mehr als 11.000 Fachkräfte gemeldet – unter anderem für Impfzentren werden sie dringend gebraucht.

Angesichts der starken Ausbreitung des Coronavirus melden sich in Nordrhein-Westfalen immer mehr Freiwillige aus Gesundheitsberufen für die Bekämpfung der Pandemie. Fünf Monate nach der Einführung eines NRW-Freiwilligenregisters hätten sich bereits mehr als 11.000 Fachleute registriert, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Darunter seien allein 3270 Ärztinnen und Ärzte und 3118 Pflegekräfte. Gerade in den vergangenen Wochen hätten die Meldungen von Freiwilligen stark zugenommen, sagte ein Sprecher der Ärztekammer Westfalen-Lippe. „Nordrhein-Westfalen ist solidarisch und packt an“, erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Freiwillige werden für Hilfseinsätze von ihren üblichen Tätigkeiten freigestellt, das Land übernimmt den Lohnausfall und erstattet den Arbeitgebern anfallende Kosten. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages habe einer entsprechenden Verordnung der Landesregierung am Donnerstag zugestimmt, hieß es in der Mitteilung.

Nicht nur die Freiwilligen selbst, sondern auch die Impfzentren, stationäre oder mobile Abstrichzentren, Krankenhäuser, stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, aber auch Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Rettungsdienste oder die Gesundheitsbehörden hätten damit Klarheit über den Einsatz der Freiwilligen. Die Landesverordnung soll am 17. Dezember 2020 in Kraft treten.

(dpa)