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Landesverband Erneuerbare Energie: Schnelle Regelung für Windrad-Mindestabstand in NRW gefordert

Landesverband Erneuerbare Energie : Schnelle Regelung für Windrad-Mindestabstand in NRW gefordert

Angesichts des starken Einbruchs beim Bau neuer Windräder in NRW hat der Landesverband Erneuerbare Energie (LEE) eine schnelle und praktikable Abstandsregelung für neue Anlagen gefordert.

Nachdem der Bund den von Schwarz-Gelb für NRW vorgesehenen Mindestabstand von 1500 Metern zu Wohngebäuden einen Riegel vorgeschoben habe, dürfe die Landesregierung keine weitere Zeit verlieren, sagte der LEE-Landesvorsitzende Reiner Priggen am Montag in Düsseldorf.

Nach den neuen Vorgaben des Bundes dürften die Länder nur Mindestabstände von maximal 1000 Metern erlassen. Das müsse die Landesregierung jetzt schnell umsetzen, um den Investitionsstau beim Bau neuer Windräder aufzulösen, forderte Priggen. Zudem müssten Naturschutzverbände ihre „Klagemodelle“ gegen neue Windräder überdenken. Priggen hält es auch für sinnvoll, Klagen gegen Windräder in nur einer Instanz zu entscheiden.

In NRW waren im vergangenen Jahr nur 37 neue Windenergieanlage in Betrieb gegangen. Das ist LEE-Angaben zufolge ein Rückgang um 68 Prozent im Vergleich zu 2018. Im ersten Halbjahr 2020 hätten sich die Zahlen nur unwesentlich erhöht. Bis zum Jahr 2030 würden zudem rund 3000 alte Windkraftanlagen in NRW wegfallen, weil sie ihren Förderzeitraum von 20 Jahren überschritten haben, sagte Priggen. Diese Leistung müsse zusätzlich ersetzt werden. Die von der Landesregierung angestrebte Verdoppelung der installierten Leistung bis zum Jahr 2030 sei mit dem bisherigen Ausbautempo nicht zu erreichen.

(dpa)