Schnee und Eis sorgen am dritten Advent für Unfälle in NRW

Weißer dritter Advent : Schnee und Eis sorgen für erste Unfälle

In Nordrhein-Westfalen haben erste Schneefälle pünktlich zum dritten Advent für zahlreiche Verkehrsunfälle auf den Straßen gesorgt. So stellte sich aAuf der A61 südlich des Autobahnkreuzes Jackerath ein Lastwagen quer.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) brachte eine von Westen nach Osten ziehende Kaltluftfront am frühen Sonntagmorgen in NRW stellenweise einige Zentimeter Schnee, etwa in der Eifel.

Am meisten schneite es in Winterberg im Sauerland bei minus sieben Grad, wo die Pistenbetreiber großen Andrang verzeichneten. Auch in Westfalen bildete sich bei minus drei Grad eine zentimeterdicke Schneedecke, wie eine DWD-Meteorologin sagte. Zur Nacht erwarten die Meteorologen zwar keine großen Niederschlagsmengen. Mit überfrierendem Schneeregen und Glätte sollten Autofahrer und Fußgänger aber trotzdem rechnen, so die Meteorologin weiter.

Der kurzzeitige Wintereinbruch sorgte stellenweise für Unfälle und Verzögerungen, die Polizei rief Autofahrer zu bedachtem Fahren auf. Auf der A61 stand in Fahrtrichtung Autobahnkreuz Jackerath am Sonntagmorgen zwischen Bergheim und Bedburg ein Lastwagen quer. Die Autobahn blieb zwischenzeitig vollgesperrt.

Im Kreis Steinfurt meldete die Polizei sieben weitere durch die Schneeglätte verursachte Unfälle mit insgesamt drei Verletzten: In Schale kam nach Angaben eines Polizeisprechers eine 23-Jährige mit ihrem Auto von der glatten Fahrbahn ab. Sie prallte gegen einen Baum und wurde schwer verletzt.

In Winterberg im Sauerland macht der echte Schnee das Skivergnügen perfekt: Schon am Samstag hatten dort die ersten Skipisten geöffnet. „Die Bedingungen sind ganz toll, besonders, weil zum Kunstschnee jetzt auch der Pulverschnee von oben kommt“, sagte eine Sprecherin der Wintersport-Arena. Bei Temperaturen um minus fünf Grad am Sonntag seien die Bedingungen für Wintersportfans optimal: „Die Stimmung auf den Pisten ist gut, die Leute sind schneehungrig“. Auch im Skigebiet Ruhrquelle können Wintersportler bereits rodeln oder Skifahren.

Schon vorgesorgt: eine Schneekanone in Winterberg am Freitag. Foto: dpa/Christophe Gateau

In den übrigen Skigebieten bleiben die Pisten zwar vorerst dicht, die Schneekanonen laufen aber schon seit Tagen fast überall auf Hochtouren, so die Sprecherin weiter. Die meisten Liftbetreiber müssten jede Stunde nutzen, um Schneeberge anzuhäufen und so Schnee für den Saisonstart vorzuproduzieren. In den kommenden Tagen sollen dann immer mehr künstlich beschneite Hänge präpariert und geöffnet werden. Die Chancen, dass in den Weihnachtsferien der offizielle Saisonstart fallen könne, stehen nach Angaben der Sprecherin gut.

Abgeschaltet werden die Schneekanonen jedoch vorerst nicht: Für die kommenden Tage erwartet der DWD schon wieder deutlich mildere Temperaturen, die landesweit über dem Nullpunkt liegen könnten.

(dpa)
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