Schleiden: Haftbefehl gegen mutmaßlichen Brandstifter erlassen

JVA Heinsberg : Haftbefehl gegen mutmaßlichen Brandstifter erlassen

Gegen den 15-Jährigen, der mehrere Brände im Kreis Euskirchen gelegt haben soll, ist nun ein Haftbefehl erlassen worden. Bis zu seinem Prozess ist er in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg untergebracht.

Dies berichtete die Sprecherin der Aachener Staatsanwaltschaft, Katja Schlenkermann-Pitts, am Montagmorgen. Bereits seit Freitag ist der 15-Jährige in Untersuchungshaft. Die übrigen Ermittlungen zum Tatvorwurf der schweren Brandstiftung mit Wiederholungsgefahr dauern an.

Der Jugendliche aus der Gemeinde Hellenthal ist in der vergangenen Woche festgenommen worden, nachdem er unweit eines Brandes eines Carports in Schleiden-Oberhausen nach Zeugenhinweisen angetroffen wurde. Im Verlauf des Freitagmorgens gestand er, den Brand des Carports sowie sechs weitere Brände gelegt zu haben. Darunter fallen auch die drei Brände des Sturmius-Gymnasiums in Schleiden im Herbst 2018. Sie hatten einen Schaden in Millionenhöhe verursacht, wie Schlenkermann-Pitts mitteilte.

Seit Herbst sind in Hellenthal und Schleiden zehn Brände gelegt worden, betroffen waren Wohnhäuser, Schuppen, eine Kirche und ein Sägewerk. Die Euskirchener Polizei richtete die Ermittlungsgruppe „Blume“ ein. Mit Fotos wurde nach dem Täter gefahnet, doch Hinweise führten nicht zum Erfolg.

Drei Fälle bleiben ungeklärt, unter anderem der Brandanschlag am 7. Februar auf das Sägewerk in Schleiden-Harperscheid, der einen Schaden in Höhe von etwa fünf Millionen Euro verursacht hatte. Die Staatsanwaltschaft schließt nicht aus, dass der Jugendliche auch für diese Brände verantwortlich sein könnte. Bis dahin war er polizeilich nicht in Erscheinung getreten.

(red/gego)