Reaktion auf Risse durch Wölfe : Schäfer wollen sich bewaffnen dürfen

Reaktion auf Risse durch Wölfe : Schäfer wollen sich bewaffnen dürfen

Es ist amtlich: Mehrere Schafe sind am Niederrhein und in Ostwestfalen von Wölfen getötet und verletzt worden. Für den Geschäftsführer des Fördervereins der Deutschen Schafshaltung, Wendelin Schmücker, ist damit eine rote Linie überschritten.

„Die Schäfer müssen sich bewaffnen dürfen“, sagte Schmücker. Es solle aber nicht auf den Wolf geschossen werden. „Im Notfall soll man einen Schuss in die Luft abgeben, um den Wolf zu vertreiben.“ Schmücker selbst will deshalb einen Waffenschein beantragen.

Zuvor hatte sein Verein bereits für die Schäfer in Niedersachsen eine entsprechende Forderung gestellt. „Die vorhandenen Schutzmaßnahmen helfen nicht, um die Tiere vor dem Wolf zu schützen.“ Spätestens nachdem in Dinslaken zehn Stück Damwild gerissen worden sind, wollen viele, dass die Wölfin „entnommen“ wird. Das bedeutet, dass sie getötet werden soll.

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) kann den Unmut der Nutztierhalter verstehen. Im Moment gibt es eine 80-prozentige Förderung für Präventionsmaßnahmen. „Ich werde mich dafür einsetzen, diese auf 100 Prozent zu steigern, um den Betroffenen wirksame Hilfe zukommen zu lassen“, sagte die Ministerin.

(csh)
Mehr von Aachener Nachrichten