Aachen: Säugling stirbt nach tragischem Unfall

Aachen: Säugling stirbt nach tragischem Unfall

Das Mädchen wurde nur einen Monat alt. Nach einem tragischen Verkehrsunfall auf der Lütticher Straße ist es am Donnerstag in einem Aachener Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen gestorben.

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Mit dem Säugling auf dem Arm, die andere, zweieinhalbjährige Tochter an der Hand, wollte ihre 36 Jahre alte Mutter am frühen Vormittag auf der Lütticher Straße die Straßenseiten wechseln.

Dabei benutzte sie aber nicht die nur etwa 150 Meter weiter entfernte Kreuzung, an der eine Fußgängerampel steht, sondern wählte den Weg zwischen den Autos, die auf der Linksabbiegerspur zum Brüsseler Ring hin im Stau standen. Während die kleine Familie die Straße überquerte, fuhr ein 54-jähriger Mann auf seinem Motorrad auf der Geradeausspur der Lütticher Straße in Richtung Belgien. Im letzten Moment sah er die Frau mit den beiden Kindern und bremste sofort. „Dabei aber verlor er die Gewalt über sein Fahrzeug. Der Motorradfahrer fiel hin, und rutschte mit seinem Rad mitten in die kleine Personengruppe hinein”, sagte Polizeisprecherin Sandra Schmitz auf Anfrage.

Die Feuerwehr brauchte mit drei Rettungswagen nur vier Minuten, um nach dem Eingang des Notrufes die Unfallstelle zu erreichen. Zwei Minuten danach waren auch drei Notärzte zur Stelle.Zwei Feuerwehreinsatzleiter kümmerten sich um den Ablauf der Rettungsmaßnahmen, ein Notfallseelsorger sprach der Mutter und auch dem Motorradfahrer Trost zu. Weiter erschien die Feuerwehr - vorsichtshalber - mit zwei Löschfahrzeugen. Auch ein niedergelassener Arzt, der an der Lütticher Straße eine Praxis unterhält, eilte zum Unfallort, um den Verltzten zu helfen.

Polizeisprecherin Schmitz: „Nach der Erstversorgung wurde die aus Belgien stammende Frau mit ihren beiden Kindern in ein Aachener Krankenhaus gebracht.” Die 36-Jährige und die zweieinhalbjährige Tochter hätten nur leichte Verletzungen davongetragen.

Nur dem ein Monate alten Säugling nützen alle Bemühungen nichts. Das Baby starb nur wenige Stunden später an seinen Verletzungen. Ebenso hatte sich der Motorradfahrer nur leicht verletzt. Er wurde auch ins Hospital eingewiesen, weil er unter einem Schock litt. Sein Motorrad wurde sichergestellt.

Die zahlreichen Polizisten vor Ort sicherten sofort die Unfallstelle und sperrten für gute zwei Stunden die Lütticher Straße, um Unfallspuren zu sichern. „Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern weiter an”, gab Sandra Schmitz Auskunft.

Anmerkung der Redaktion:

In einer früheren Version unserer Berichterstattung hatte es auf Basis erster Informationen geheißen, der Motorradfahrer habe sich zwischen den stehenden Autos hindurchgeschlängelt. Tatsächlich war der Motorradfahrer auf der freien Geradeausspur unterwegs gewesen, als die Mutter mit ihren Kindern zwischen den Autos heraustrat.

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