Rosenmontag in NRW ungewöhnlich ruhig verlaufen

Polizei im Rheinland zieht Bilanz : Ruhiger Rosenmontag trotz fliegenden Gemüses

Der Rosenmontag ist im Rheinland ungewöhnlich ruhig verlaufen. Größere Einsätze habe es nicht gegeben, teilte die Polizei etwa in Aachen mit. In Eschweiler mussten Beamte sich allerdings mit fliegendem Gemüse beschäftigen.

„Wir hatten ein paar kleine Schlägereien und hilflose Personen, was man halt von Rosenmontag her so kennt“, sagte ein Polizeisprecher aus Düsseldorf. Grundsätzlich sei es aber ruhiger als in den Vorjahren gewesen. Es sei zu 53 Platzverweisen in der Innenstadt gekommen. Insgesamt waren rund 1000 Polizisten im Einsatz.

In der Städteregion Aachen äußerte sich die Polizei in einer Pressemitteilung ähnlich: „In der Gesamtschau verliefen die diesjährigen Rosenmontagszüge in der Region bis auf die üblichen karnevalstypischen Einsatzanlässe ohne größere Störungen. Nach Ende der Züge leerten sich die Straßen recht zügig.“

Zu einem ganz speziellen Einsatz musste die Polizei in Eschweiler ausrücken. Dort hatte jemand aus seiner Wohnung Kartoffeln und Zwiebeln auf das Narrenvolk geworfen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei konnte zwar die Wohnung ermitteln, aus der die Lebensmittel geflogen waren, der Mieter machte jedoch nicht die Tür auf, als die Beamten ihn zur Rede stellen wollten. Eine Anzeige wurde trotzdem erstattet.

In Köln kam es zu drei Körperverletzungen sowie 20 Diebstählen. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatzverlauf an Rosenmontag. Die Karnevalisten haben überwiegend friedlich gefeiert und Grenzen eingehalten“, so ein Polizeisprecher aus Köln.

ür die Mönchengladbacher geht die Feierei erst noch richtig los. Sie starten ihren Veilchendienstagszug (13.11 Uhr), bevor am Aschermittwoch alle Jecken der Karnevals-Blues packt. Unter dem Motto „Gladbach blüht auf“ wollen über 4000 Kostümierte und 73 Festwagen durch die niederrheinische Stadt ziehen. Über 60 Fußgruppen sind angekündigt, 30 Tanz- und Funkengarden.

Alle Jecken sollten aber auch am Dienstag einen Regenschirm parat haben. Laut Deutschem Wetterdienst in Essen wird es vor allem bis zum frühen Nachmittag regnen und vereinzelt gewittern. Die Temperaturen liegen zwischen acht und elf Grad. Hinzu kommt ein frischer Wind, der teilweise stürmisch werden kann. Auch am Aschermittwoch bleibt es regnerisch und bewölkt mit Temperaturen bis zu 14 Grad.

(red/dpa)
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