Aachen: Risse im Aachener Dom entdeckt

Aachen: Risse im Aachener Dom entdeckt

Bei den Reinigungsarbeiten des Deckenmosaiks sind im Aachener Dom zwei Risse entdeckt worden. Bis zum nächsten Jahr wird deshalb für die Beseitigung eine halbe Million Euro benötigt. Davon muss der Dombauverein 80 Prozent an Eigenmitteln, aus Spenden etwa, aufbringen.

Dabei sei die Spendenbereitschaft für den Erhalt des ersten deutschen Unesco-Weltkulturerbes zurückgegangen, sagte Dombaumeister Helmut Maintz.

„Wenn außen keine Gerüste mehr stehen, denken die Leute eben, es gibt nichts mehr zu tun.” Dass aber drinnen an dem im Kern auf karolingische Zeiten zurückgehende Gotteshaus, das seit 1930 Bistumskirche ist, weiter gearbeitet werden müsse, sei eigentlich klar. In 14 Tagen seien die Arbeiten fertig.

Um die Risse zu füllen, seien 100 Liter eines Spezialmörtels von unten injiziert worden. „Wenn das Wetter hält, werden wir das Bleidach abdecken müssen und auch die Risse von oben mit Textilbeton verfüllen.”

Für die umfangreichen Arbeiten mussten Mosaikspezialisten zehntausende kleine Steinchen abtragen. Danach musste die ganze Partie mit einem Gemisch aus Roggenmehl und Rübenkraut wieder angebracht werden.

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