Auto-Standbein schwächelt: Rheinmetalls Rüstungsgeschäft zieht an

Auto-Standbein schwächelt : Rheinmetalls Rüstungsgeschäft zieht an

Eine höhere Nachfrage nach Waffen und Militärfahrzeugen hat die Geschäfte des Rüstungskonzerns Rheinmetall stark angekurbelt.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Defence legte in den ersten neun Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu, wie der Konzern am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Das Betriebsergebnis dieser Sparte konnte sich auf 134 Millionen Euro fast verdoppeln. Grund für den Auftrieb sind weltweit steigende Rüstungsausgaben, etwa in Staaten wie Australien.

Mit seinen Rüstungsgeschäften konnte Rheinmetall die Schwäche seines Autozulieferer-Standbeins mehr als wettmachen. Diese Kfz-Sparte kommt grob gesagt auf die gleiche Umsatzhöhe, sie musste wegen der mauen Autokonjunktur ein Minus von etwa fünf Prozent hinnehmen. Insgesamt zog der Rheinmetall-Konzernumsatz um 3,1 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro an, das Betriebsergebnis lag bei 262 Millionen Euro (plus 3,9 Prozent).

Rheinmetall hat weltweit rund 25.000 Mitarbeiter, die Zentrale ist in Düsseldorf. Ein wichtiger Standort ist Unterlüß in Niedersachsen, wo 2000 Menschen beschäftigt sind und Panzer gebaut und erprobt werden. Die Automotive-Sparte sitzt in Neckarsulm bei Stuttgart.

(dpa)
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