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Auch wegen Kohleausstiegs: Ressourcenverbrauch in NRW gesunken

Auch wegen Kohleausstiegs : Ressourcenverbrauch in NRW gesunken

In Nordrhein-Westfalen werden weniger natürliche Rohstoffe wie Kohle, Sand und Getreide zur Verwertung abgebaut oder geerntet.

Vom Jahr 2000 bis 2018 sank die sogenannte Rohstoffentnahme um 11,7 Prozent auf knapp 249 Millionen Tonnen, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Donnerstag mitteilte.

Ein Grund sei der Kohleausstieg, sagte ein Sprecher: Die Entnahme fossiler Energieträger sei in der Zeit um rund ein Viertel zurückgegangen – bei der Steinkohle um über 90 Prozent, bei der Braunkohle um sechs Prozent. Wenig Veränderung gab es dagegen bei den mineralischen Rohstoffen wie Sand, Kies oder gebrochenen Natursteinen.

Bundesweit liegt das bevölkerungsreiche Industrieland Nordrhein-Westfalen weiter an der Spitze bei der Rohstoffentnahme. Der Anteil der Bio-Rohstoffe betrug im Land 2018 knapp zehn Prozent – deutlich weniger als etwa in Bayern, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern.

Deutschland hatte sich bereits 2012 auf einen schonenderen Umgang mit seinen natürlichen Ressourcen festgelegt. „Im internationalen Vergleich aber hat Deutschland immer noch einen hohen Rohstoffkonsum von etwa 44 Kilogramm pro Kopf und Tag“, heißt es in einem Bericht des Umweltbundesamtes für 2018.

(dpa)