Düsseldorf: Reisemobil-Branche meldet Rekorde bei Campingmesse Caravan Salon

Düsseldorf : Reisemobil-Branche meldet Rekorde bei Campingmesse Caravan Salon

Die Deutschen fahren ungebremst auf Reisemobile und Caravans ab: Im ersten Halbjahr 2018 habe die Branche mit mehr als 46 500 neu zugelassenen Freizeitfahrzeugen einen Rekord erzielt, berichtete der Caravaning Industrie Verband (CIVD) am Freitag in Düsseldorf.

Dieser Zuwachs von 10,7 Prozent setze den Wachstumskurs der vergangenen Jahre fort. Der Juli sei mit 7553 neuen Zulassungen dann der beste Juli aller Zeiten gewesen.

Für das gesamte Jahr rechne man erstmals mit über 70.000 Neuzulassungen von Freizeitmobilen, betonte der Verband vor der offiziellen Eröffnung des Caravan Salon - weltgrößte Schau für Reisemobile - am Samstag. Gründe für die steigende Beliebtheit? Quer durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten sei es zunehmend attraktiv, nach eigenem Rhythmus und unabhängig unterwegs zu sein und die Natur zu entdecken, meinte der CIVD.

Die gesamte Branche fuhr mit neuen wie gebrauchten Fahrzeugen und Zubehör einen Umsatz von 5,88 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2018 ein - ein Plus von 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch das sei ein Rekordwert. Für das Gesamtjahr werde erstmals die Elf-Milliarden-Marke angepeilt.

Bei vielen Campern sind laut CIVD agile, kompakte Modelle gefragt. Zugleich sei der Verbraucher bereit, für Ausstattungsextras, digitale Aufrüstung und Komfort einen höheren Preis zu zahlen. Der Durchschnittspreis für neue Reisemobile lag 2017 bei rund 71.400 Euro, für einen Caravan bei gut 19.900 Euro. Bei den elektronischen Helfern sind Rückfahrkameras, Caravan-Rangiersysteme oder auch Apps gefragt, mit denen Füllstände von Batterien, Wassertanks und Gasversorgung einfach zu kontrollieren sind.

(dpa)
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