Bonn: Räuber 16 Jahre nach Banküberfällen verurteilt

Bonn: Räuber 16 Jahre nach Banküberfällen verurteilt

Sechzehn Jahre nach zwei bewaffneten Banküberfällen hat das Bonner Landgericht einen 38-Jährigen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte zusammen mit zwei Komplizen 1994 bei zwei Sparkassen-Filialen in Ruppichteroth (Rhein- Sieg-Kreis) und in Aachen insgesamt 300.000 Mark (150.000 Euro) erbeutet.

Der 38-Jährige, der am Mittwoch verurteilt wurde, führt heute als Familienvater und Geschäftsmann in Berlin ein bürgerliches Leben. Nach den Überfällen konnte damals nur einer der drei Täter gefasst werden, der die Mittäter aber nicht verriet und später vom Landgericht Aachen zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.

Über einen Fingerabdruck, den der damals 22-jährige Bankräuber im Fluchtfahrzeug hinterlassen hatte, kamen die Ermittler dem Angeklagten auf die Spur, als er 2008 wegen illegalen Waffenbesitzes erneut straffällig geworden war.

Der Abgleich mit der DNA führte nach Berlin. Nicht nur wegen seines umfassenden Geständnisses, auch weil er jetzt im Bonner Prozess den dritten Mittäter benannte, fiel das Urteil milde aus. Der Familienvater und Geschäftsmann kann seine Haftstrafe voraussichtlich im offenen Vollzug in Berlin absitzen, so dass er tagsüber sein normales Leben weiter führen kann.