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Radio NRW bleibt Spitzenreiter: Radiosender in NRW haben im ersten Quartal teilweise Hörer verloren

Radio NRW bleibt Spitzenreiter : Radiosender in NRW haben im ersten Quartal teilweise Hörer verloren

Die großen öffentlich-rechtlichen Radiosender in NRW haben in den ersten drei Monaten des Jahres in der Hörergunst verloren.

Das geht aus der neuen Media-Analyse hervor, die am Mittwoch in Frankfurt veröffentlicht wurde. Befragt wurden die Hörer von Ende Dezember bis Ende März - damit fiel die Corona-Krise mit ihren Einschränkungen für das öffentliche Leben nur rund zwei Wochen lang in den Untersuchungszeitraum.

Laut Media-Analyse hatte Radio NRW (umfasst 45 private Sender) landesweit insgesamt weiter die meisten Hörer. Dahinter folgten die öffentlich-rechtlichen Sender WDR 2 und 1Live. Leicht zulegen konnte im Vergleich zur letzten Befragung im Herbst nur Radio NRW mit seinen Sendern. Die hatten an Werktagen zwischen 6.00 und 18.00 Uhr 1,472 Millionen Zuhörer – 23.000 mehr. WDR 2 kam auf 884.000 Zuhörer (58 000 weniger als im Herbst). Die junge WDR-Welle 1Live hatte in der werberelevanten Zeit 626.000 Hörer und damit 66.000 weniger im Vergleich zur Auswertung im Herbst.

Tatsächlich geht der WDR von einem „positiven Corona-Effekt für die Mediennutzung“ aus, der sich in der aktuellen Befragung noch nicht widerspiegele. Eigene Daten des WDR zeigten, „dass insbesondere informationsorientierte Programme wie WDR 2 und WDR 5 speziell in der akuten Krisenphase mehr genutzt wurden“. Dies sei auch am Anstieg der Livestream-Abrufe abzulesen.

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma), ein Zusammenschluss aus Medien- und Werbewirtschaft, ermittelt zwei Mal im Jahr die Reichweiten für die Sender. Die Zeit zwischen 6.00 und 18.00 Uhr ist für die Preise der Werbespots im Radio entscheidend und wird daher einzeln ausgewertet. Für die repräsentative Untersuchung wurden bundesweit rund 68.000 Menschen ab 14 Jahren nach ihren Lieblingssendern gefragt.

(dpa)