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Radfahrer stirbt auf Krefelder Straße in Aachen bei Unfall

Radfahrer-Unfall und Vorfall an A544 : Zwei Tote an einem Sonntag in Aachen

Gleich zwei Tote waren am Sonntag zu beklagen. Auf der Krefelder Straße wurde ein Radfahrer von einem Transporter erfasst und tödlich verletzt. Am Nachmittag mussten die Rettungsdienste zu einem Suizid an der Autobahn A544 ausrücken.

Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben um 9.53 Uhr an der Kreuzung von Krefelder Straße und Merowinger Straße/Passstraße auf den stadteinwärts führenden Fahrspuren. Genauere Informationen zum Unfallhergang lagen zunächst noch nicht vor. Der von einem 57-jährigen Mann gesteuerte Transporter mit Aachener Kennzeichen kam, so lassen es Bilder von der Unfallstelle ahnen, offenbar vor der Einmündung der Merowingerstraße nach rechts von der Fahrspur ab.

Dort prallte das Fahrzeug frontal gegen eine Ampel. Deren Trümmer, darunter ein Teil des Masts, wurden von der Wucht des Aufpralls quer über die Kreuzung geschleudert. Vom Fahrzeug erfasst wurde wohl auch der 70-jährige Radfahrer. Der Transporter kam erst hinter der Kreuzung, auf Höhe der Tankstelle, zum Stehen.

Der Radfahrer hatte so schwere Verletzungen erlitten, dass er noch am Unfallort starb. Polizei und Rettungskräfte sicherten den Unfallort ab und sperrten sämtliche Fahrspuren stadteinwärts. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen, der die Unfallstelle untersuchte. Später konnte der Verkehr wieder einspurig an den Absperrungen vorbeigeleitet werden.

Die Rettungsmaßnahmen, die Unfallaufnahme und die Aufräumarbeiten zogen sich nach Angaben der Polizei bis kurz vor 14 Uhr hin. Da die Ampelanlage an der Kreuzung komplett ausgefallen war, waren Mitarbeiter des städtischen Bauhofs noch länger im Einsatz.

ADFC Aachen, VCD Aachen-Düren und Radentscheid Aachen laden zu einer Mahnwache an der Krefelder Straße, Ecke Merowinger Straße, am Montag ab 17.15 Uhr ein.

 Auf der Autobahn 544 kam ein Mann ums Leben – offenbar war er von der Autobahnbrücke in die Tiefe gesprungen.
Auf der Autobahn 544 kam ein Mann ums Leben – offenbar war er von der Autobahnbrücke in die Tiefe gesprungen. Foto: dmp Press/Ralf Roeger

Zahlreiche Einsatzfahrzeuge eilten unterdessen am Sonntagnachmittag auf die Autobahn 544. Vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein entsetzliches Bild. Ein Mann lag tot auf der Straße. Nach ersten Ermittlungen war der 55-Jährige gegen 16.25 Uhr von der Autobahnbrücke Haarberg gestürzt – die Polizei geht eindeutig von einem Selbstmord aus. Überrollt wurde der Körper auf der Autobahn nicht, weitere Menschen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der Mann starb an den Sturzfolgen.

In den vergangenen Jahren haben sich bereits mehrere Menschen von dieser Autobahnbrücke in den Tod gestürzt und damit weitere tödliche Folgen für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer, die dort unterhalb der Brücke auf der Autobahn unterwegs sind, in Kauf genommen.

Ungezählte Autofahrer passierten am Sonntag den leblosen Körper, der noch während der Unfallaufnahme auf der rechten Fahrspur Richtung Aachen unter einem weißen Tuch lag. Erst zwei Stunden später, gegen 18.25 Uhr, konnten sämtliche Fahrspuren freigegeben werden. Da sonntags deutlich weniger Verkehr über die Autobahn rollt, hielten sich Staus in Grenzen.

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hier finden Sie - auch anonym - Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen.

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(heck/red)