Düren: Radarsäulen auf der A4 verschwinden

Düren: Radarsäulen auf der A4 verschwinden

Die zwei Geschwindigkeitsmessanlagen auf der A4 hinter Düren werden in Kürze verschwinden. Nächste Woche wird zunächst am Mittwoch in Fahrtrichtung Köln und dann am Samstag in Fahrtrichtung Aachen der Verkehr auf die neue Trasse der A4 umgeleitet.

Auf der alten Trasse, die wegen des voranschreitenden Tagebau Hambachs verschwindet, werden dann keine Autos mehr fahren. Die beiden angemieteten Radarsäulen würden dann abgebaut und an die Verleihfirma zurückgegeben, sagte Josef Kreutzer, Sprecher des Kreises Düren, auf Anfrage.

Der Kreis Düren hatte die Radarsäulen im Januar aufgestellt, nachdem sich mehrere schwere Unfälle im Baustellenbereich ereignet hatten. Nach Angaben Kreutzer haben die Messgeräte in ihren bislang neun Betriebsmonaten fast 220.000 Mal ausgelöst und werden nach Hochrechnungen der Kreiskämmerei etwa drei Millionen Euro an Bußgeldern einbringen.

In Fahrtrichtung Köln löste die Radarmesssäule in einem Tempo-60-Bereich knapp 82.500 Mal aus. Dabei fuhr der unrühmliche „Spitzenreiter mit 158 Stundenkilometern fast 100 km/h zu schnell. In Fahrtrichtung Aachen löste die Anlage in einem Bereich, in dem Tempo 100 erlaubt war, fast 137.000 Mal aus. „Spitzenreiter“ war in diesem Bereich ein Autofahrer mit 212 Stundenkilometern Geschwindigkeit. Allerdings seien in Fahrtrichtung Köln 55 Prozent der Bilder nicht verwertbar gewesen, in Fahrtrichtung Aachen 40 Prozent. Grund laut Kreis Düren: ausländische Kennzeichen, bei denen der Halter nicht ermittelt werden konnte, oder mangelnde Bildqualität wegen starker Sonneneinstrahlung oder Regen.

Mehr von Aachener Nachrichten