Probe-Alarm: Sirenen-Test in Aachen, Heinsberg und Düren

Landesweiter Probealarm : Kommunen in NRW testen am Donnerstag ihre Sirenen

Es wird laut in NRW: Nur sechs Monaten nach dem ersten landesweiten Warntag sollen an diesem Donnerstag, 5. September 2019, wieder die Sirenen heulen – für einen Probealarm.

Tausende Sirenen sollen am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen auf Kommando heulen: NRW-Innenminister Herbert Reul wird den Testalarm um 10 Uhr in einer Feuerwehrwache in Bochum selbst auslösen, teilte das Ministerium in Düsseldorf mit. Zuletzt hatten die Sirenen im Mai geheult - beim letzten landesweiten Warntag.

An der Aktion beteiligt sich auch der Kreis Düren, der Kreis Heinsberg und die Städteregion Aachen. Auch die Warn-App „Nina“ wird einbezogen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Sirenentest:

Was passiert am Warntag?

Am Donnerstag findet um 10 Uhr ein landesweiter Probealarm statt. Vor allem der Sirenenalarm ist ein wichtiger Test, da die meisten Kommunen nach Angaben des Innenministeriums erst seit Kurzem wieder Sirenen nutzen.

Warum werden wieder Sirenen aufgebaut?

Sirenen sind vor allem nachts ein zuverlässiges Warnmittel - ihr Heulton holt die Menschen aus dem Schlaf, wenn Fernseher, Radio und Handy ausgestellt sind. Das Innenministerium hat den Kommunen in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Euro für den Ausbau des landesweiten Sirenennetzes zur Verfügung gestellt. Im September 2019 gab es 4328 Sirenen in NRW. In den 1990er Jahren waren die meisten Sirenen abgebaut worden. Der Bund hatte seine Verantwortung dafür abgegeben und nur wenige Kommunen hatten Interesse, die Sirenen zu übernehmen.

In welchen Situationen muss gewarnt werden?

Gewarnt wird immer dann, wenn eine Situation viele Menschen gefährdet. Solche Fälle sind zum Beispiel Großbrände, Bombenentschärfungen oder heftige Unwetter. Für die Warnung der Bevölkerung sind in der Regel die Kommunen zuständig. Ihre Aufgabe ist es, die Bürgerinnen und Bürger zu schützen und die Arbeit der Polizei und Feuerwehr zu erleichtern.

Wie warnen Sirenen?

Es gibt drei verschiedene Sirenentöne. Die Warnung vor einer Gefahr, also etwa einem Brand oder einer Gefahrstoffausbreitung, ist ein auf- und abschwellendes Heulen. Die Entwarnung ist ein langer Dauerton. Zur Alarmierung der Feuerwehr erklingen drei Töne hintereinander. Beim Probealarm am Warntag wird erst eine Minute lang Entwarnung, dann eine Minute lang Warnung und dann wieder eine Minute lang Entwarnung zu hören sein.

Wie soll ich mich im Ernstfall verhalten?

Wichtig ist: Ruhe bewahren, Türen und Fenster schließen und weitere Informationen einholen. Radiosender informieren zur aktuellen Lage, bei Stromausfall sollte man auf ein Autoradio zurückgreifen. Die Notrufe 110 und 112 darf man nur in einem akuten Notfall wählen - aber nicht, um sich zu informieren.

Alle Informationen zur Katastrophen-App „Nina“ und den Download gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

(red/dpa)
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