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„Lieber Weihnachtsmann“: Post bekommt Rekordzahl an Kinderbriefen

„Lieber Weihnachtsmann“ : Post bekommt Rekordzahl an Kinderbriefen

Wo wohnt wohl das Christkind? Die Post ist sicher, in diesem Jahr 150.000 Briefe richtig in Engelskirchen zugestellt zu haben. Und auch beim Weihnachtsmann und Nikolaus kamen die Kinderwünsche gleich säckeweise an.

Der Nikolaus, das Christkind und der Weihnachtsmann haben 2020 so viel Post bekommen wie noch nie. Das zumindest lassen die Berge an Kinderbriefen vermuten, die bei den sieben sogenannten Weihnachtspostfilialen eingegangen sind.

665.000 Schreiben waren es dieses Jahr, wie die Deutsche Post am Mittwoch in Bonn mitteilte – nach 600.000 im Vorjahr. Als Grund nennt der Konzern die Beschränkungen der Coronavirus-Pandemie – dadurch hätten „noch mehr Kinder als sonst den besonderen Zauber des Briefeschreibens wieder für sich entdeckt“.

150.000 Briefe gingen allein an die Adresse „An das Christkind – 51777 Engelskirchen“ im Oberbergischen. Mehr waren es nur in Himmelpfort in Brandenburg (320.000 Briefe). Der Rest ging nach Himmelstadt (Bayern), Himmelsthür, Himmelpforten, Nikolausdorf (alle drei Niedersachsen) und Sankt Nikolaus (Saarland).

Die Filialen betreibt die Deutsche Post DHL, 170 Helfer stehen dafür bereit – teilweise ehrenamtlich, teilweise mit kleinem Zuverdienst. Alle Briefe sollen beantwortet werden – unterschrieben von Weihnachtsmann, Christkind oder Nikolaus.

Viele Kinder schickten den Angaben zufolge Wunschzettel mit der Bitte um Spielzeuge, Malstifte oder Bücher. Auch sie bekommen Antworten – für die Erfüllung der Wünsche bleiben aber ihre Familien zuständig.

In manchen Briefe waren kleine gebastelte Tannenbäume, Rentiere mit Schlitten und Weihnachtsmänner mit bunten Bärten. Andere Briefe waren auch etwas traurig – Kinder schrieben, dass sie ihre Spielkameraden oder Großeltern wegen Corona nicht treffen dürfen.

Die Briefe kamen nicht nur aus Deutschland, sondern aus aller Welt. So nahm die Weihnachtspostfiliale in Engelskirchen Briefe aus 49 Staaten entgegen, darunter aus Tadschikistan, Thailand und Neuseeland. In Himmelpfort waren es sogar Schreiben aus 62 Staaten. Beantwortet werden die Kinderbriefe in verschiedenen Sprachen. Sogar Blindenschrift gehört zum Repertoire der weihnachtlichen Helfer.

(dpa)