Köln: Pontifikalamt zum 75. Geburtstag von Kardinal Meisner

Köln: Pontifikalamt zum 75. Geburtstag von Kardinal Meisner

Mit einem Pontifikalamt im Kölner Dom ist am Sonntag der 75. Geburtstag des Kölner Kardinals Joachim Meisner nachträglich gefeiert worden.

Der ungarische Kardinal Péter Erdö von Esztergom-Budapest würdigte in seiner Predigt Meisners Zeugnis für den christlichen Glauben und sein Engagement für osteuropäische Länder. „Wir sind für die Kohärenz und Klarheit des Zeugnisses des christlichen Glaubens von Kardinal Meisner sehr dankbar”, sagte Erdö vor Gottesdienstbesuchern und Kirchenvertretern. Kardinal Meisner wurde bereits am 25. Dezember 75 Jahre alt.

Unter den Gästen befanden sich unter anderen der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, der Berliner Kardinal Georg Sterzinsky und der apostolische Nuntius Jean-Claude Périsset. Neben den Bischöfen Hans-Josef Becker aus Paderborn und Ludwig Schick aus Bamberg war auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, anwesend.

Der ungarische Kardinal unterstrich in seiner Predigt, Meisner habe Impulse gegeben, dass sich Christen in heutiger Zeit und unter schwierigen Bedingungen zu ihrem Glauben bekennen. Während seiner Amtszeit als Bischof von Berlin etwa habe Meisner vor der Herausforderung gestanden, in einer geteilten Stadt für den christlichen Glauben einzutreten. Dies habe er so beispielhaft getan und damit einen großen Beitrag dazu geleistet, dass „eine Atmosphäre entstehen konnte, die die Wiedervereinigung möglich machte”. Erdö verwies auch auf Meisners Engagement als Vorsitzender des Trägerkreises des katholischen Hilfswerks Renovabis für Osteuropa. Damit habe Meisner weit über die Grenzen seiner Diözese hinaus „bewegendes geleistet”.

Erzbischof Zollitsch würdigte Meisners Engagement besonders im liturgischen Bereich. Meisner, seit fast 20 Jahren Vorsitzender der Liturgiekommission der Bischofskonferenz, vermittele mit „hoher Fachkompetenz” der Liturgie die „notwendige Tiefe, damit sie für die Menschen wirkt”. Meisner gehe auf Menschen zu und vermittele Hoffnung. „Du hast den Menschen hier gezeigt, die Kirche hat ein lebendiges Gesicht, das sich der Nöte der Menschen annimmt”, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

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