Nach tödlichen Schuss: Polizist hat sich zu dem Vorfall geäußert

Nach tödlichen Schuss : Polizist hat sich zu dem Vorfall geäußert

Nach dem tödlichen Schuss auf einen jungen Beamten bei einem Polizeitraining hat sich der Schütze zu dem Vorfall geäußert. Die Schilderung seines Mandanten sei Staatsanwaltschaft und Polizei schriftlich zugegangen, erklärte sein Anwalt Christoph Arnold am Donnerstag in Bonn.

Der Schuss habe sich demnach nach einem Schreckmoment aufgrund eines Geräuschs gelöst. Spekulationen, wonach die Dienstwaffe mit einer Attrappe verwechselt worden sei, bezeichnete der Anwalt als „Quatsch“. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat darüber berichtet.

Das Geschehen ereignete sich nach Angaben des jungen Polizisten nach Ende der Übung mit Waffenattrappen. Die Beamten seien aufgefordert worden, ihre scharfen Waffen zu holen und zum Schießstand zu gehen. Nachdem er seine Pistole aus dem Spind geholt hatte, will der Polizist das Gefühl gehabt haben, dass die Waffe nicht richtig in das Holster einrastete. Nach eigenen Angaben nahm er sie daraufhin wieder heraus und dreht sie leicht in der Hand, um sie anzuschauen. In diesem Moment habe ihn ein Geräusch aufgeschreckt - und sein Finger habe sich um den Abzug gekrümmt. Ein Schuss löste sich und traf einen 23 Jahre alten Kollegen.

Der von der Kugel am Hals verletzte Polizist starb rund zwei Wochen nach dem Vorfall, der sich Ende November im Keller des Bonner Polizeipräsidiums ereignet hatte. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bonn laufen noch.

(dpa)
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