Wohnungslosenhilfe: Polizei widerspricht Zahlen zu Kältetoten

Wohnungslosenhilfe : Polizei widerspricht Zahlen zu Kältetoten

Die Polizei hat Zahlen der Wohnungslosenhilfe über erfrorene Obdachlose in Nordrhein-Westfalen widersprochen. Bei keinem der beiden in Düsseldorf auf der Straße gestorbenen Männer gebe es Hinweise auf Erfrieren als Todesursache, sagte ein Polizeisprecher am Montag in der Landeshauptstadt.

In diesem Winter sei nach Erkenntnissen der Polizei in Düsseldorf noch niemand erfroren. Die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ hatte vorab aus ihrer Dienstagsausgabe über diese Darstellung der Polizei berichtet.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe hatte von zehn Kältetoten bundesweit berichtet, vier von ihnen in Nordrhein-Westfalen: Zwei in Düsseldorf, einer in Essen, einer in Köln.

Auch die Polizei in Essen hat der Zeitung zufolge keine gesicherten Erkenntnisse über einen Kältetoten. In Essen war Ende November ein Mann aus der örtlichen Drogenszene tot in einem Parkhaus gefunden worden. Die Todesursache sei noch unklar, hieß es. Die Kölner Polizei wollte einen Kältetoten in der Domstadt zunächst weder bestätigen noch dementieren.

(dpa)
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