Aachen/Maastricht: Polizei kontrolliert Ausländer nach Einführung von „Wietpas”

Aachen/Maastricht: Polizei kontrolliert Ausländer nach Einführung von „Wietpas”

Das Gesetz ist seit Dienstag in Kraft, bekannt ist es aber wohl noch nicht jedem: Ausländer dürfen kein Gras mehr in niederländischen Coffeeshops kaufen. Die niederländische Polizei setzt deswegen aktuell auf stärkere Kontrollen und Aufklärung.

Am Dienstag hatte die Polizei vor allem den Grenzverkehr und die Straßen und Parkplätze rund um die Coffeeshops auf ausländische Besucher kontrolliert. Die Polizei nutzt die Kontrollen auch, um die ausländischen Besuchern mit Flyern zum „Wietpas” und dem neuen Gesetz zu informieren. Die Beamten nahmen bei ihren Kontrollen auch den Bus- und Bahnverkehr stärker unter die Lupe.

Darüber hinaus beobachten die Ordnungshüter auch die 23 Coffeeshops in Süd-Limburg genauer - bis jetzt mit dem Eindruck, dass sich die Coffeeshop-Besitzer an das neue Gesetz halten. In Kerkrade und Herzogenrath arbeiten die niederländische und die deutsche Polizei in der Sache zusammen. Die Öffentlichkeit habe auf die Kontrollen bis jetzt überwiegend positiv reagiert, vermeldet die Polizei.

Unmittelbar vor und in den Coffeeshops zeigte sich am Dienstag allerdings ein anderes Bild: Verärgerte Besitzer und Kunden demonstrierten gemeinsam gegen das neue Gesetz. Einige Coffeshop-Besitzer schlossen ihre Läden aus Protest - andere müssen wiederum per Beschluss dicht machen.

So will die Stadt Maastricht den Coffeeshop „Easy Going” für einen Monat schließen, weil dieser sich nicht an die Kontrolle des „Wietpas” halten will. Auch in Roermond hat die Stadt einem Coffeeshop-Besitzer mit der Schließung seines Ladens gedroht, weil dieser weiterhin Drogen an Ausländer verkauft haben soll.

Kritiker des Gesetzes fürchten, dass Ausländer weiterhin Gras in den Niederlanden kaufen werden und sich der Drogenhandel lediglich auf die Straße verschieben wird. Die Coffeeshop-Besitzer fürchten daher um ihre Existenz.

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