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Corona-Regeln in NRW: Polizei erwischt 6500 Menschen bei Verstößen

Corona-Regeln in NRW : Polizei erwischt 6500 Menschen bei Verstößen

Die NRW-Polizei hat wegen Verstößen gegen das Kontakt-Verbot bereits unerwünschten Kontakt mit Tausenden Menschen gehabt. Obwohl vorab Jugendlichen unterstellt wurde, dass sie die Zeit ohne Schule für Partys nutzen würden, erwischte man zum Großteil Erwachsene.

In den ersten Tagen der neuen Corona-Regelungen in NRW hat die Polizei 6500 Menschen bei Verstößen erwischt – die allermeisten waren Erwachsene. Jugendliche und Kinder fielen dagegen weit weniger auf, teilte das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach seien von der Polizei zwischen dem 25. und 31. März insgesamt 2116 Ordnungswidrigkeitsanzeigen und 119 Strafanzeigen erstellt worden. Es gab laut Ministerium zwar kaum größere „Corona-Partys“, dafür aber fast 1200 kleinere verbotene Zusammenkünfte.

Nach Angaben des Innenministeriums wurden in den ersten Tagen der neuen Vorschriften 4242 Erwachsene auffällig. Dagegen nur 1968 Jugendliche und 294 Kinder. Bisheriger Höhepunkt sei der vergangene Samstag gewesen, an dem alleine 1031 Erwachsene der Polizei auffielen. Zum Vergleich: am vergangenen Montag waren es nur 305.

Das Innenministerium hat nach eigenen Angaben auch ausgewertet, wie oft es zu „unerlaubten Zusammenkünften“ kam. Insgesamt stellte die Polizei zwischen 25. und 31. März 1183 Gruppen mit mehr als zwei und höchstens zehn Personen fest. Mehr als zehn Personen trafen die Beamten nur 44 Mal an – teilweise gab es NRW-weit nur eine Anzeige pro Tag. Die meisten Grüppchen und Gruppen wurden an dem sonnigen Samstag auffällig.

Die Landesregierung hatte vergangene Woche einen Bußgeldkatalog erlassen, um Verstöße gegen das Kontaktverbot während der Krise um das Coronavirus zu ahnden. Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen sind 200 Euro Bußgeld fällig. Treffen von mehr als zehn Personen gelten sogar als Straftat, auf die zunächst ein Ermittlungsverfahren folgt.

(dpa)