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„Plan B“ für die Corona-Krise in NRW: Opposition will Plan für Mischung aus Präsenz- und Distanzlernen

„Plan B“ für die Corona-Krise in NRW : Opposition will Plan für Mischung aus Präsenz- und Distanzlernen

Bei einem „Schulgipfel“ hat die Landtagsopposition aus SPD und Grünen gemeinsame Strategien für den richtigen Umgang mit der Corona-Pandemie erörtert.

Aus Sicht von SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty brauche es für einen „Plan B“ kleinere Schulklassen, größere Räume und Wechselschichten zwischen Präsenzbetrieb und Distanzlernen. „Jetzt ist die Zeit für alternative Lösungen. Wenn die Infektionszahlen weiter steigen sollte, könnte es dafür auch bald zu spät sein“, teilte er nach dem digitalen Treffen mit.

Einigkeit herrsche darüber, dass Kinder und Jugendliche so lange wie möglich in den Schulen unterrichtet werden sollen, sagte Grünen-Fraktionschefin Josefine Paul. Es brauche bei dem aktuell sehr dynamischen Infektionsgeschehen jedoch Modelle, „die mit einem verantwortungsvollen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht arbeiten, damit alle Schulen und Familien nicht in ad-hoc-Reaktionen getrieben werden und keine Vorsorge für die Kinder getroffen wird“, ergänzte sie. Beide forderten die Landesregierung auf, entsprechende Konzepte vorzulegen. Die Ergebnisse sollen von den Fraktionsspitzen gemeinsam mit Schul-Akteuren ausführlich am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag vorgestellt werden.

An der digitalen Konferenz mit zwischenzeitlich 260 Teilnehmern hatten auf Einladung von SPD und Grünen unter anderem Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Schulleitervereinigung, der Landeselternkonferenz und Landesschülervertretung teilgenommen.

Der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) nahm nicht an der Konferenz teil. VBE-Landeschef Stefan Behlau hatte seine Absage in der vergangenen Woche mit einer Absage an „Lagerbildung“ verbunden. „Ein einseitig ausgerufener Schulgipfel wird bestehende Gräben eher vertiefen als zuzuschütten“, mahnte er.

(dpa)