Nürburg: Nürburgring wird zum „Rennzirkus”

Nürburg: Nürburgring wird zum „Rennzirkus”

Endspurt am Nürburgring. Die wohl bekannteste Rennstrecke der Welt unterzieht sich einer Verjüngungskur. Mit einem Aufwand von einer viertel Milliarde Euro ist in der Eifel direkt neben der 1927 gegründeten „Renn- und Fahrzeugteststecke” eine Mischung aus Disneyland und Rennzirkus entstanden.

In der kommenden Woche soll der neue Ring im Rahmen des Formel-1-Rennens eröffnet werden. Fast 700 Arbeiter sind in drei Schichten damit beschäftigt das „Projekt Nürburgring 2009” unter Dach und Fach zu bringen. Im wahrsten Sinne, denn was entsteht, hat vor allem auch den Sinn, den Besuchern künftig Wetterfestigkeit zu bieten.

Quasi trockenen Fußes werden die Massen demnächst über den 350 Meter langen „ringoboulevard” entlang der Start- und Zielgeraden bummeln, dabei in Edelboutiquen von Ferrari und anderen führenden Wagenschmieden oder Premiumproduktherstellern stöbern.

In einem Technik-Zentrum, ein Mix aus Museum und Erlebniswelt, erfährt der Besucher alles über den Mythos Nürburgring, die Fahrzeuge, die Historie oder die Technik, die es ermöglicht, Motorsport zu betreiben.

Nebenan im „Event-Center” werden künftig Tagungen, Kongresse oder Ausstellungen stattfinden. Eine Etage tiefer in der ringoarena” fliegen am Samstag kommender Woche die Fäuste: Boxkampf statt Boxenstopp heißt der Auftakt in der fünfeinhalb tausend Zuschauer fassenden Halle. Im Kampf um die Weltmeisterschaft im Mittelgewicht stehen sich Felix Sturm und Khoren Gevor gegenüber. Künftig sollen hier das ganze Jahr über Großveranstaltungen stattfinden.

In zwei neuen Hotels finden die Besucher Übernachtungsmöglichkeiten. Im Eifeldorf „Grüne Hölle”, das in neun Monaten aus dem Boden gestampft wurde, warten Disko, Restaurants, Kneipen und Imbissstuben auf die Gäste. Vorher sollten diese die besondere Attraktion, die schnellste Achterbahn der Welt, absolviert haben: In zweieinhalb Sekunden von Null auf 217 km/h beschleunigt, braucht man schon einen stabilen Magen.

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