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NRW will Zentrum für Batterietechnik nach Münster holen

Know-How aus Aachen und Jülich : Land NRW bietet 200 Millionen Euro für Batterieforschung in Münster

Nordrhein-Westfalen will mit Landesmitteln von mehr als 200 Millionen Euro die geplante Forschungsfabrik für Batteriezellen nach Münster holen. Mit im Boot sind auch die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich.

Das Geld solle für die Finanzierung von Grundstück und Gebäuden sowie für eine dauerhafte Beteiligung an der Grundfinanzierung der Einrichtung zur Verfügung gestellt werden, teilten das Wissenschafts- und das Wirtschaftsministerium am Montag mit. Neben den 200 Millionen Euro vom Land würden die beteiligten Kommunen 7,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Batterien gelten als Schlüsseltechnologie für die Elektromobilität.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat den Standort für den Aufbau einer Forschungsfabrik zur Entwicklung von Fertigungskonzepten für Batteriezellen ausgeschrieben. Die Entscheidung, wo die Fabrik errichtet wird, soll ab dem 8. Juli 2019 fallen. NRW hat sich mit dem Standort Münster unter Federführung des Batterieforschungsinstitut MEET gemeinsam mit der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich beworben.

Für die Fabrik stehe in Münster ein Grundstück mit Anbindung an den Dortmund-Ems-Kanal und andere wichtige Verkehrswege zur Verfügung. Bis zur Fertigstellung der neuen Gebäude bietet die Stadt kostenfrei sofort beziehbare Büroräume, Laboratorien, Lagerflächen und Produktionshallen an, so dass die Arbeiten nach Erteilung des Zuschlags beginnen könnten, heißt es in der Mitteilung.

NRW habe in den vergangenen zehn Jahren bereits 100 Millionen Euro in die Batterieforschung investiert und so zum Aufbau einer international wettbewerbsfähigen Forschungsinfrastruktur beigetragen, sagte Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) laut Mitteilung. Das Projekt in Münster werde von mehr 75 Unternehmen unterstützt, die Aufträge in Aussicht gestellt hätten, sagte Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Darunter seien internationale Konzerne ebenso wie Familienunternehmen.

(dpa)