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Weiter hohes Niveau: NRW verzeichnet 5352 neue Corona-Fälle

Weiter hohes Niveau : NRW verzeichnet 5352 neue Corona-Fälle

Große Veränderungen zeichnen sich derzeit nicht ab: Die verschiedenen Corona-Zahlen bleiben in NRW aktuell recht konstant - auf einem hohen Niveau.

Vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen am Montag über die Corona-Regeln werden in Nordrhein-Westfalen weiterhin auf einem hohen Niveau neue Infektionen verzeichnet. Laut den jüngsten Angaben des Landeszentrums Gesundheit NRW kamen von Freitag auf Samstag weitere 5352 nachgewiesene Fälle hinzu. So steigerte sich die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 196.359. Einer Schätzung zufolge sind derzeit im bevölkerungsreichsten Bundesland rund 67.900 Menschen infiziert.

Die Zahl der Corona-Infektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wird landesweit aktuell mit 166,0 beziffert - ein leichter Anstieg im Vergleich zum Freitag. Grundsätzlich ist dieser Wert bei einigen Schwankungen zuletzt konstant geblieben: Am vergangenen Sonntag lag er etwa bei 165,0, am 1. November bei 160,7. Die Zahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit einer Infektion stieg Stand Samstag um 35 auf 2616 seit Beginn der Pandemie.

Am Montag ist Halbzeit des bislang auf November befristeten Teil-Lockdowns. Dann ziehen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs Zwischenbilanz bei einer Ministerpräsidentenkonferenz.

Von Donnerstag auf Freitag waren in NRW 5872 Infektionsfälle dazugekommen. Darin waren auch sehr viele Nachmeldungen von Gesundheitsämtern enthalten. Bereinigt um diesen Effekt sei es ein Anstieg um 4363 Neuinfektionen, wie ein Sprecher des Landeszentrums erläutert hatte.

Auch die Gesamtzahl der Coronavirus-Patienten in den NRW-Krankenhäusern ist auf einem hohen Niveau. Nach Daten der Landesregierung vom Freitag wurden 3511 Patienten in den Kliniken behandelt. Davon lagen 861 auf Intensivstationen, von denen wiederum 566 an einem Platz mit Beatmungstechnik behandelt wurden. Landesweit waren Stand Freitag dem Überblick zufolge 936 Intensivbetten mit Beatmungstechnik frei. Am Samstag lagen dazu zunächst keine neuen Zahlen vor.

In den nächsten Wochen werde die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen stark zunehmen, so die Einschätzung eines Fachmediziners: Er rechne damit, dass mindestens 5000 Patienten oder vielleicht sogar doppelt so viele wie die derzeit bundesweit mehr als 3000 Patienten intensiv behandelt werden müssten, hatte Professor Gernot Marx, Intensivmediziner an der Uniklinik RWTH Aachen, am Freitag im Radiosender WDR5 gesagt. Diese Patienten lägen auch sehr lange - zwei bis vier Wochen - in den Kliniken. „Das heißt, wir werden in der Intensivmedizin noch weit über den Dezember damit zu tun haben“.

(dpa)