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Neustart der Saison ab 16. Mai: NRW-Städtetag warnt vor Fan-Ansammlungen bei Fußballspielen

Neustart der Saison ab 16. Mai : NRW-Städtetag warnt vor Fan-Ansammlungen bei Fußballspielen

Die Städte in Nordrhein-Westfalen fordern ein verbessertes Konzept für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga. So müsse eine Ansammlung von Fangruppen vor den Stadien verhindert werden, teilte der Städtetag NRW am Donnerstag mit.

Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), geht allerdings nicht davon aus, dass es dazu kommt. Er findet es ungerechtfertigt, das Klischee von Horden von Fans vor den Stadien zu bemühen, das mannigfaltige Polizeieinsätze nötig mache. „Nach all den Gesprächen, die ich gehört habe, wird das nicht so sein. Und ich würde sogar wagen zu behaupten, dass die Fanszenen (...) ihren Kritikern, die mit so pauschalen Vorurteilen auftauchen, den Gefallen nicht tun werden, sich genau so zu verhalten“, sagte Seifert. Sehr viele, denen die Clubs am Herzen liegen, seien sich ihrer Verantwortung bewusst. Von den Fan-Organisationen hatte es bislang auch keine entsprechende Ankündigungen gegeben.

Am Mittwoch hatten Bund und Länder den Neustart der Fußball-Profiligen in der zweiten Mai-Hälfte erlaubt. Der Spielbetrieb in 1. und 2. Liga soll nun ab dem 16. Mai ohne Publikum in den Stadien fortgesetzt werden.

„Wir rechnen damit, dass sich Fans vor den Stadien treffen, wenn der Spielbetrieb mit Geisterspielen wiederaufgenommen wird. Deshalb muss die Deutsche Fußball Liga ihr Konzept nachbessern. Wir brauchen Antworten, wie die Vereine das Stadionumfeld noch stärker in den Blick nehmen werden“, sagte der Vorsitzende des Städtetages, Thomas Hunsteger-Petermann.

Und den Fans müsse klar sein, dass Abstand- und Hygieneregeln im Zuge des Coronavirus auch in den Fanlokalen gelten. Die Kontrolle könne nicht allein der Bundes- und Landespolizei und den Städten zugeschoben werden. Nötig sei eine effektive Koordination zwischen den Bundesligavereinen als Veranstalter, den Polizeien und den Städten. Die Verantwortung für die Genehmigung und die Erteilung von Auflagen für jedes einzelne Bundesligaspiel liege schließlich bei den örtlichen Gesundheitsbehörden, hieß es in der Mitteilung.

(dpa)