Nahles-Nachfolge: NRW-SPD-Chef Hartmann will nicht Bundesvorsitzender werden

Nahles-Nachfolge : NRW-SPD-Chef Hartmann will nicht Bundesvorsitzender werden

Der nordrhein-westfälische SPD-Chef Sebastian Hartmann will nicht für den Bundesvorsitz der Partei kandidieren. Das sagte Hartmann der Deutschen Presse-Agentur und der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).

Er sehe seine Aufgabe in Nordrhein-Westfalen, sagte der erst vor einem Jahr zum Vorsitzenden des mitgliederstärksten SPD-Landesverbandes gewählte Politiker. „Eine Kandidatur als SPD-Bundesvorsitzender strebe ich nicht an“, sagte der 41-jährige Bundestagsabgeordnete der „Rheinischen Post“. Er wolle in NRW Themen wie bezahlbares Wohnen, beste Bildung oder die Entlastung von kommunalen Altschulden voranbringen. Die SPD in NRW war bei der Europawahl auf gut 19 Prozent abgerutscht und hinter den Grünen gelandet.

Die Andeutungen von SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty hinsichtlich einer Kandidatur für den Bundesvorsitz wollte Hartmann nicht kommentieren. Er habe den Medien „lediglich ein offenbar missverständliches Zitat entnommen“. Seine Zusammenarbeit mit Kutschaty beschrieb Hartmann als „ordentliches Arbeitsverhältnis“. Er stimme sich mit ihm in allen wichtigen politischen Fragen kontinuierlich ab.

Eine Äußerung von Kutschaty hatte vergangene Woche für Aufsehen gesorgt: „Großen Herausforderungen darf man nicht hinterherlaufen, man darf aber auch nicht davor weglaufen“, hatte Kutschaty dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ zufolge gesagt. Die Aussage wurde allgemein als Bereitschaft für eine Kandidatur für den SPD-Bundesvorsitz bewertet. Kutschaty äußerte sich aber bisher öffentlich nicht dazu, ob er tatsächlich kandidieren will.

(dpa)
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