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NRW möchte Beziehungen zu US-Bundesstaaten pflegen

Laschet trifft sich mit Gouverneur von New Jersey : NRW will Beziehungen mit US-Bundesstaaten stärken

Angesichts der Belastung der transatlantischen Beziehungen unter US-Präsident Donald Trump setzt Nordrhein-Westfalen auf stärkere Kontakte in die US-Bundesstaaten.

„Die derzeitige US-Regierung ist ein herausfordernder Partner“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch (Ortszeit) nach einem Treffen mit dem Gouverneur des Bundesstaates New Jersey, Philip D. Murphy. Umso wichtiger sei es für NRW, „die guten und freundschaftlichen Beziehungen auf Ebene der Bundesstaaten zu pflegen und künftig weiterzuentwickeln“.

Der Demokrat Murphy war während der Regierungszeit von Präsident Barack Obama von 2009 bis 2013 US-Botschafter in Deutschland. Als Gouverneur „in politisch und ökonomisch unbeständigen Zeiten“ sei er überzeugt davon, „dass es für Bundesstaaten wichtiger ist denn je, die Vorreiterrolle zur Festigung von internationalen Beziehungen zu übernehmen“, sagte Murphy laut Pressemitteilung der NRW-Staatskanzlei.

Laschet betonte, dass Murphy als „überzeugter Transatlantiker und exzellenter Deutschlandkenner“ für NRW „ein wichtiger und verlässlicher Partner bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen und möglicher Konflikte“ sei. New Jersey ist wirtschaftlich ein bedeutender Partner Nordrhein-Westfalens: Zahlreiche NRW-Firmen wie Evonik, Henkel, Thyssenkrupp Elevators oder Gerresheimer haben Niederlassungen in dem Bundesstaat.

Laschet will auf seiner viertägigen USA-Reise die Beziehungen festigen und sich über den Markt für NRW-Unternehmen informieren. Höhepunkt ist ein Treffen mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen und designierten Karlspreisträger António Guterres am Freitag.

(dpa)