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Positiver Corona-Test im Umfeld: NRW-Justizminister bis 3. November in Quarantäne

Positiver Corona-Test im Umfeld : NRW-Justizminister bis 3. November in Quarantäne

Der Justizminister ist in Quarantäne, weil ein enger Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden ist. Sie dauert deutlich länger als bei der Bauministerin, bei der es schon nach wenigen Stunden Entwarnung gab. Die Landesregierung tagt am Dienstag ohne ihn.

Wegen eines positiven Coronavirus-Tests in seinem dienstlichen Umfeld ist NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) in häuslicher Quarantäne. Als Kontaktperson ersten Grades sei für den Ressortchef vom zuständigen Gesundheitsamt eine Quarantäne bis 3. November vorgesehen, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag. Biesenbach sei symptomfrei. Er könne vom Homeoffice aus arbeiten.

Bei der positiv getesteten Person handelt es sich den Angaben zufolge um einen engen Mitarbeiter Biesenbachs. Der Infizierte habe sofort alle Kontaktpersonen informiert. Es seien „einige Mitarbeiter“ des Ministeriums betroffen, die sich zunächst in freiwillige Quarantäne begeben hätten, erklärte die Ministeriumssprecherin weiter. Für Biesenbach sei an diesem Dienstag ein Corona-Test vorgesehen.

Die vorsorgliche Quarantäne des Justizministers hat nach Angaben der Staatskanzlei keine Auswirkungen auf die Sitzung des Landeskabinetts in dieser Woche. Das Landeskabinett halte sich in seinen Sitzungen an die Abstands- und Hygieneregeln und tage in vielen Fällen virtuell. An diesem Dienstag sei eine Präsenzsitzung im Stadttor geplant, bei der Biesenbach von einem anderen Kabinettsmitglied vertreten werde.

Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) war das erste Mitglied der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, das sich am Freitag wegen eines positiven Corona-Tests in ihrem Umfeld vorsichtshalber in häusliche Quarantäne begeben hatte. Aber schon nach wenigen Stunden konnte Entwarnung gegeben und die Quarantäne wieder beendet werden.

Nach Rücksprache mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt lag kein enger Kontakt mit der positiv getesteten Person im Sinne der Richtlinien des Robert Koch-Instituts vor, erläuterte ein Sprecher des Bauministeriums. Eine Quarantäne sei also nicht erforderlich. Scharrenbach hatte auch einen Schnelltest gemacht, der negativ war.

Die Bauministerin hatte am Freitag an die Bevölkerung appelliert, sich an die bekannten Corona-Schutzmaßnahmen - Abstand, Handhygiene, Alltagsmaske und regelmäßiges Lüften - zu halten. „Das schützt alle.“

(dpa)